Eifellandschaft hat es ihm angetan

Eifellandschaft hat es ihm angetan

Der Künstler Walter Wilde stellt noch bis Freitag, 30. September, Eifellandschaften im Forum Daun aus - und ein Porträt des 2014 verstorbenen Historikers und Ost- und Russlandkenners Wolfgang Leonhard.

Daun-Waldkönigen. Im Jahr 2001 hatte Walter Wilde das Porträt von Wolfgang Leonhard geschaffen - "aus persönlichen Gründen, weil seine Lebensgeschichte sich mit meiner überschneidet", erklärt Wilde, der 1953 in Kasachstan geboren wurde, in der Hauptstadt Omsk Kunst und Pädagogik studierte und seit 1991 im Dauner Stadtteil Waldkönigen lebt. Walter Wilde leitet seither eine Malschule; 23 Jahre war er als Kunsttherapeut in den Westeifel Werken Gerolstein tätig.
Durch die Lektüre von Leonhards meistgelesenem Werk "Die Revolution entlässt ihre Kinder" war Walter Wilde auf den Historiker aufmerksam geworden. "Und immerhin verbindet uns ja auch die Liebe zur Eifel", meint Wilde mit Blick darauf, dass Leonhard lange in Manderscheid lebte.
Wildes Porträt von Wolfgang Leonhard gilt künstlerisch als eine Besonderheit, da auch das Passepartout als Malfläche benutzt wurde. Neben der Zeichnung des Kopfes sind Szenen und Gegenstände, die auf Ereignisse in Leben und Werk Leonhards hindeuten, zu sehen. Die Vertreibung von Menschen aus Russland ist dargestellt, und es sind die Täler und Berge der Eifel zu erkennen. Das Leonhard-Porträt wurde 2002 erstmals in der Ausstellung der "Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen" in Prüm gezeigt. Neben dem Bild, das im Forum Daun an exponierter Stelle gezeigt wird, stellt Wilde dort Landschaftsgemälde aus - darunter den Blick auf den alten Ortskern von Waldkönigen bei Nacht und auf den Steinbruch in der Nähe des Dorfes. bb
Die Ausstellung von Walter Wilde mit den Landschaftsgemälden und dem Leonhard-Porträt ist noch bis zum 30. September während der Öffnungszeiten des Gäste- und Veranstaltungszentrums im Forum Daun zu sehen.

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