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Ein farbenfrohes Schmuckstück

Ein farbenfrohes Schmuckstück

Ein großes Projekt im kleinen Dorf ist vollendet: Mit viel Freude haben Bürger und Gäste die Einweihung des umgebauten Gemeindehauses mit neuem Jugendraum in Heyroth gefeiert. Das war ein großer Tag für die Dorferneuerungsgemeinde.

Üxheim-Heyroth. (gs) Das neu umgebaute und erweiterte Gemeindehaus im Ortsteil Heyroth zeigt sich den Einheimischen und Gästen schon von außen als selbstbewusstes Doppelgebäude, das durch den neuen zweifarbigen Anstrich untermalt wird. Der Saal im Obergeschoss des in den 60er Jahren errichteten Gebäudes dient schon seit den 70er Jahren als Treffpunkt im 100-Einwohner-Dorf. Im Untergeschoss befand sich ehemals ein Schlachthaus. Heyroth ist ein Dorf mit innovativen Zielen und viel gemeinschaftlicher Dynamik. Und so kam es, dass bereits 2001 der Anspruch reifte, ein großes Stück Dorf-Zukunft zu schaffen. Das sollte durch einen modernen Um- und Erweiterungsbau des oft viel zu kleinen und an vielen Stellen unpraktisch und "verlebten" Gemeindehauses erzielt werden. Der lange Weg zwischen Bedarf (2001) und Fertigstellung (2009) erklärt sich durch die erheblichen Bemühungen für eine letztlich doch gewährte Bezuschussung.

Mehr Raum im Obergeschoss für einen Küchen- und Thekenbereich sowie für neue Toiletten wurde durch den Kauf eines angrenzenden Gebäudes gewonnen. Aus dem ehemaligen Schlacht- und Gefrierhaus entstand ein ansprechender Jugendraum, in den eine moderne Pelletszentralheizung integriert wurde.

Für den Bau gab es Zuschuss aus der Dorferneuerung



Bei der Einweihungsfeier war bei einheimischen und auswärtigen Gästen viel Lob für das gelungene Werk und Würdigung der ehrenamtlichen Eigenleistung zu hören. Auch beim Fest, das die Freiwillige Feuerwehr Heyroth organisiert hatte, packte eine große Helferschar aus Frauen und Männern wie gewohnt an. Aber die Männer verstehen nicht nur was von Bierzapfen und Bedienen, sondern haben auch große Kenntnisse von Bau und Sinn für zügige ehrenamtliche Teamarbeit für ihr Dorf. So konnte das Projekt nach den Plänen des Architektur- und Ingenieurbüros Junk, Jardin, Bernardy (Hillesheim) schließlich innerhalb knapp anderthalb Jahren Bauzeit Wirklichkeit werden. Der Ortsbürgermeister der Gemeinde Üxheim, Alois Reinarz, dankte allen Beteiligten für ihr Mitwirken. Die Gesamtkosten inklusive Eigenleistung hätten rund 138 000 Euro betragen. Dieser Betrag werde durch einen Zuschuss aus der Dorferneuerung in Höhe von 68 500 Euro reduziert. Auch Ortsvorsteher Wolfgang Heinrichs lobte die enorme Eigenleitung seiner Bürger: "21 Erwachsene und 13 Jugendliche haben hier ehrenamtlich mitgeholfen. So kamen 2100 Stunden an Eigenleistung zusammen." Bürgermeisterin Heike Bohn nannte das Haus ein "Schmuckstück". Sie blickte nach oben und sagte: "Lassen Sie es ein Dach für Ihre Zukunft sein". Dechant Bruno Comes "ging der Sache auf den Grund" und betrachtete das gute Fundament eines solchen Hauses: Einmal das Fundament aus der optimalen materiellen Substanz ("auf Fels") und dann das geistige Fundament für gutes gemeinschaftliches Einvernehmen. Nach dem Segen für Mensch und Haus schloss sich der gesellige Teil an.