Oldtimer: Ein Fest für Freunde alter Trecker

Oldtimer : Ein Fest für Freunde alter Trecker

450 Teilnehmer sind zum zwölften Gillenfelder Schleppertreffen nach Gillenfeld gekommen. Die weiteste Anreise von 300 Kilometern nahm ein Traktorfahrer aus Münster in Kauf.

Die Mannschaft um den Vorsitzenden der Schlepperfreunde Pulvermaar Gillenfeld, Kurt Hendges, hat das Treffen der alten Traktoren seit langem sorgfältig vorbereitet. In den letzten drei Wochen vor der Veranstaltung begannen sie bereits mit dem Aufbau des Platzes. Beim Treffen selbst stehen insgesamt 60 Helfer und Helferinnen bereit. Und so klappt auch alles reibungslos. Für alle Teilnehmer aus der Umgebung, aus Nordrhein-Westfalen oder von Mosel und Rhein waren genügend Stellplätze im Fahrerlager oder im Ausstellungs- und Bewirtungsbereich vorhanden. Es fehlte an nichts, weder Stromkabel noch Wasserschlauch wurden vermisst.

Das erste Treffen 1995 begann mit nur einigen Traktoren, und seit diesem Zeitpunkt laden die Schlepperfreunde Gillenfeld bereits traditionell alle zwei Jahre zu ihrem weitbekannten Treff ein.

Der Zuspruch an den drei Veranstaltungstagen ist groß. Der stellvertretende Vorsitzende Erwin Pfeil erklärt an der Anmeldung: „Jeder aktive Teilnehmer erhält eine Erinnerungsurkunde und ein Präsent, und wer sich für die einzelnen landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge interessiert, braucht nur den Steckbrief mit allen technischen Daten zu beachten.“

Pfeil macht auch auf besondere Bulldogs aufmerksam, einen „Lanz“, Baujahr 1956 mit 36 PS und Glühkopf, oder einen kleineren, frisch restaurierten „Fahr“, ebenfalls Baujahr 1956 mit 14 PS und Mittelachsgeräteträger.

Es gibt viel zu entdecken, und große und kleine Besucher schreiten die in Reih und Glied aufgestellten, funktionierenden meist „Oldtimer“ ab, und mancher Traktorbesitzer und auch Interessent hat seine eigene Geschichte zu erzählen.

Wie Erwin Pfeil sagt: „Dieselgespräche in einer großen hier versammelten Traktorfamilie.“ Die Jugendlichen Dominik Zorn (18 Jahre) und Nico Steffens (15) sind aus Lösnich an der Mosel mit ihrem Deutz F2L612, Baujahr 1958, im Originalzustand mit einer selbst installierten Sitzbank angereist.  „Früher bin ich mit Vater nach Kröv gefahren, aber jetzt kann ich endlich selbst den Traktor lenken“, sagt Dominik erfreut.

Die Gäste im Pulvermaarort  schlendern mit neugierigen Blicken an der großen Ausstellung vorbei. Wilfried Zimmer aus Bonn und Jürgen Bürker aus Tübingen haben 80 beziehungsweise 370 Kilometer Anfahrt in Kauf genommen für den Samstag und sagen einstimmig: „So eine Gelegenheit, vergangenes Nostalgisches zu erleben, darf man nicht auslassen.“

Und neben den technischen Erinnerungen nehmen sie als Andenken ein frisch gebackenes Brot aus dem Gillenfelder Backes mit in die Heimat. Wenn man einen bewertenden Blick auf die gesamte „Traktorparade“ wirft, fallen meist gepflegte, blinkende „Ausstellungsstücke“ auf, wobei im Fahrerlager feststellbar ist, dass auch Wohn- und Schlafwagen für die drei „Schleppertage“ in Gillenfeld mitgebracht werden.

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