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Ein ganzes Segenspaket geschnürt

Ein ganzes Segenspaket geschnürt

Die Ortsgemeinde Kelberg ist nun auch offiziell um eine Einrichtung reicher: Das "Regina-Protmann-Stift" ist eröffnet worden. Heute und morgen kann das neue Seniorenhaus besichtigt werden.

Kelberg. Es ist schon etwas Besonderes, wenn in einer Gemeinde wie Kelberg mehrere Millionen Euro investiert werden, eine Heimstatt für mehr als 40 Senioren entstanden ist und auch noch gut 30 Arbeitsplätze geschaffen worden sind: Entsprechend wurde die offizielle Eröffnung des Seniorenhauses "Regina-Protmann-Stift" der Gesellschaft der Katharinenschwestern, die auch Trägerin des Krankenhauses und das Regina-Protmann-Hauses in Daun ist, gefeiert. "Ein Ort der Menschlichkeit"

Der Trierer Weihbischof Stephan Ackermann war nach Kelberg gekommen, um die Weihe des Altars der Stift-Kapelle vorzunehmen. Er würdigte das neue Haus als einen Ort, in dem "Menschlichkeit praktiziert" werde. Mit einer augenzwinkernden Bemerkung leitete Ackermann zum zweiten Teil des Zeremoniells über. "Wie es bei Schwestern so üblich ist, haben sie ein ganzes Segenspaket für mich geschnürt", sagte er, weihte die von Hermann Schmitt aus Brockscheid geschaffene Glocke, segnete die Zimmerkreuze sowie alle Räume des Hauses.Den Grußwort-Reigen eröffnete Karl-August Roß von der Evangelischen Kirchengemeinde Adenau mit dem Wunsch nach ökumenischem Miteinander. Provinzoberin Schwester Maria Friedburga aus Münster bezeichnete die Eröffnung als hoffnungsvoll und froh und stellte Hausbewohner und Mitarbeiter unter den Schutz der Ordensgründerin Regina Protmann. "Ich glaube, sie lacht heute vom Himmel zu uns herunter", meinte sie. Klaus Kohnz erklärte das Regina-Protmann-Stift zur Klammer für das aus den Altdekanaten Daun und Kelberg gebildete neue Dekanat, und er sicherte seine seelsorgerliche Unterstützung zu. Als "ein feines Objekt" bezeichnete Karl Häfner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Kelberg, das Haus und erinnerte an das große persönliche Engagement des verstorbenen Ortsbürgermeisters Werner Blum bei der Planung des Stifts. Blums Nachfolger Wilhelm Jonas überreichte eine Hausglocke mit dem Hinweis: "Wenn mal alle Technik versagt..." Von einer sinnhaften Einrichtung im bisherigen "weißen Fleck VG Kelberg" sprach Landrat Heinz Onnertz und wünschte eine glückliche und zufriedene Gemeinschaft. Daran, dass "unendlich viele Hände mitgewirkt" hätten, erinnerte Schwester Maria Magdalena - Hausoberin in Daun und Pflegedienstleiterin in Kelberg - vom Rollstuhl aus; hatte sie sich doch kürzlich auf einer Fahrt von Daun nach Kelberg bei einem Verkehrsunfall den Fuß gebrochen. Geld für Gartenbänke brachte Hans-Werner Schuster von der Paxbank Trier mit: "Eine reife Leistung in so kurzer Zeit, ein stolzes Projekt, professionell ausgeführt", lobte er.