Ein hartes Pflaster

Daun · Der TuS Daun will unbedingt, dass der Hartplatz am Wehrbüsch von der Verbandsgemeinde Daun zum Kunstrasenplatz umgebaut wird. Das Argument des Sportvereins: die Anlage am Wehrbüsch sei die meistgenutzte im gesamten Landkreis.

Ein hartes Pflaster
Foto: Helmut Gassen (HG) ("TV-Upload Gassen"

Daun. Der Wunsch von TuS Daun-Vorsitzendem Frank Wieber ist klar: Der Hartplatz am Wehrbüsch soll zu einem Kunstrasenplatz umgebaut werden. "Das ist meine Aufgabe. Ich werde sehr oft auf das Thema angesprochen", sagt er.
Sein Argument klingt plausibel: "Daun hat zwei Gymnasien, die Realschule plus, die Laurentiusschule und die Grundschule. Die beiden Anlagen am Wehrbüsch werden von allen Schulen in Trägerschaft des Kreises und der Verbandsgemeinde in 80 Prozent der Sportstunden genutzt. Dabei dient der Hartplatz immer als Ausweichplatz, dann ist dieser auch Teil der zentralen Sportanlage", begründet er seinen Vorstoß.
Der 2001 gebaute Hartplatz gehört der Stadt, der Rasenplatz mit den Sportanlagen ist in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde Daun. Doch der schöne grüne Platz am Wehrbüsch ist sehr empfindlich, er muss wegen Überstrapazierung öfters gesperrt werden, damit sich der Rasen erholen kann. Und dann weichen die Jugendlichen eben auf den Hartplatz aus. Was hinzukommt: Die Sandschicht des 15 Jahre alten Hartplatzes ist erneuerungsbedürftig - das bedeutet Maßnahmen, welche die Stadt rund 30 000 Euro kosten würden.
Das alles streitet auch die Verbandsgemeinde nicht ab. Sie hat deshalb eine Untersuchung des Belags in Auftrag gegeben. Die ist inzwischen erfolgt, das Ergebnis besagt, dass der Hartplatz hinsichtlich der Funktionalität und der Wasserdurchlässigkeit beim wichtigen Feinkornanteil alle Werte erfüllt. Auch die funktionellen Anforderungen hinsichtlich Mindestdicke, Gefälle, Höhenlage und Ebenheit würden für den Tennenbelag nach der Norm erfüllt. Die chemische Untersuchung des Tennenbelages weise keine Schadstoffbelastungen auf.
Tatsache sei laut TuS-Chef Wieber jedoch auch, dass die Eltern ihre Kinder lieber auf einem Kunstrasenplatz als auf einem Hartplatz spielen sähen. "Auch wenn das Ergebnis der Untersuchung in Ordnung ist, kann das für mich kein Grund sein, dass wir jetzt dort keinen Kunstrasenplatz mehr haben wollen. Wir wollen ihn unbedingt und werden weiterhin versuchen, das Projekt voran zu treiben und so viele Zuschüsse und Spenden wie möglich zusammenzubekommen. Wir brauchen den Platz", erklärt Wieber im Gespräch mit dem TV.
Das Ziel des Vereins sei es, bis 2018 die entsprechenden Anträge für einen Umbau beim Jugendhilfeausschuss zu stellen und dann in die erste Priorität zu kommen. Das letzte Wort zum Umbau ist also noch nicht gesprochen. Auf Nachfrage des TV teilten die Verbandsgemeinde Daun und Stadtbürgermeister Martin Robrecht mit, "dass von Seiten der Verwaltung angedacht ist, Anfang 2017 alle Beteiligten (Kreis, Verbandsgemeinde, Stadt und Verein) zu einem runden Tisch einzuladen" um das weitere Vorgehen zu besprechen.