Ein Kelberger Mädchen in Kanada

Kelberg/Montreal · Die 16-jährige Melina Mauren aus Kelberg ging im August 2013 für ein Jahr als Austauschschülerin nach Montreal/Kanada. Wie es ihr ergangen ist, bringt sie in ihren Mails an den Trierischen Volksfreund so auf den Punkt: "Ich habe das Leben hier sehr lieben gelernt."

Kelberg/Montreal. Der Rahmen ist rasch erzählt: Im August 2013 ist Melina Mauren aus Kelberg am Flughafen in Montreal angekommen. Seitdem lebt die 16-Jährige bei einer französischsprachigen Gastfamilie in der kanadischen Metropole. Immer mit dabei: Die gleichaltrige Jeanne, Tochter der Gasteltern.
Anstatt das Dauner Geschwister-Scholl-Gymnasium besucht sie dort die oberste Klasse einer Sekundarschule. Anfang Juli enden Schul- und Austauschjahr.
Melina erinnert sich noch gut an "das komische Gefühl", von einem auf den anderen Tag in einer fremden Familie zu leben. "Wir kannten uns ja nur von einem einzigen Skype-Gespräch", erzählt sie. Jetzt ist sie mit ihrer Gastschwester Jeanne sehr vertraut. Sie läuft mit ihrem Gastvater und kocht mit ihrer Gastmutter. "Wir waren schon oft in Quebec, einmal in Ottawa und auch in New York", berichtet Melina Mauren. Schlittschuh- und Skilanglauf und Hockey standen auf dem Sportprogramm.
"Eine Riesenumstellung", meint Melina mit Blick auf die private Mädchenschule, die sie gemeinsam mit ihrer Gastschwester besucht. Dort ist die Schuluniform Vorschrift. "Das gefällt mir", sagt sie. Interessant findet sie außerdem, dass sie in einer Klasse mit Schülern aus Asien, Lateinamerika, Arabien und Europa unterrichtet wird. "Eine Riesenumstellung" sei es auch gewesen, das dörfliche Kelberg und das kleinstädtische Daun mit der Zwei-Millionen-Metropole Montreal zu tauschen. "Ich habe aber die Unabhängigkeit durch die öffentlichen Verkehrsmittel sehr schätzen gelernt", schreibt Melina und erzählt noch von dem "richtig kalten Winter" mit Temperaturen bis zu minus 35 Grad und Schnee bis Anfang April. "Jetzt bin ich erst mal richtig froh, dass der Sommer wieder kommt", meint sie.
Inzwischen neigt sich Melina Maurens Austauschjahr dem Ende zu. Mitte Juli kommt sie wieder. bb

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