Ein Lächeln öffnet manche Tür

Ein Lächeln öffnet manche Tür

Bei der Podiumsdiskussion als Baustein der Berufswegplanung an der Realschule Daun wurden den Neuntklässlern Empfehlungen für die Bewerbung und die Ausbildungsplatzsuche gegeben. Erstmals nahm der frühere Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer als Ausbildungsbotschafter des Handwerks teil.

Daun. (red) "Nutzt die Zeit, lernt und überlegt, wo eure Stärken und Schwächen sind", legte der Berufsberater Richard Werker von der Agentur für Arbeit Daun den mehr als 130 Mädchen und Jungen der neunten Klassen ans Herz. Er wies auf die immense Bedeutung der kommenden Zeugnisse hin, nannte aber auch Kriterien und Kompetenzen außerhalb der Noten: Durchhaltevermögen, Konflikt- und Kritikfähigkeit, Höflichkeit, Freundlichkeit. "Ein Lächeln öffnet manche Tür", sagte Werker. Helmut Schröer bezeichnete die Betriebspraktika als "hilfreich für beide Seiten" und prognostizierte den Handwerksberufen eine ausgezeichnete Zukunft. "Das Handwerk braucht gute Leute, und Realschüler sind in der Regel gute Leute." Die Malerin und Lackiererin Monika Bill (Üdersdorf) erklärte, dass sie Wert darauf lege, dass die Bewerbung persönlich abgegeben werde und dass ein Praktikum in ihrem Betrieb Voraussetzung für einen Ausbildungsvertrag sei. Ulrike Meffert (Apranorm Mehren) warb bei den Mädchen um mehr Interesse an technischen Berufen. Sie betonte, dass sie bei Bewerbungen auch auf die Noten in den Nebenfächern achte. Sie stellte Marco Reufsteck vor, Absolvent der Realschule Daun, der bei Apranorm seine Ausbildung als Konstruktionsmechaniker gemacht hat. Die Umstellung von der Schule in Betrieb und Berufsschule sei ihm anfangs ziemlich schwer gefallen; heute nehme er an betrieblichen Fortbildungen teil und habe sich damit eine gute Position in der Firma erarbeitet.Dieter Schmitz von der Kreisverwaltung Vulkaneifel stellte die Ausbildung zur Verwaltungsfachkraft als abwechslungsreiche Tätigkeit vor, Jürgen Jablonowski (Dorint Hotel und Resort Daun) stellte sein Plädoyer unter das Motto: "Wir suchen den Superstar." Gefordert seien Bereitschaft, Interesse und Aufmerksamkeit. "Und wenn ihr mal einen schlechten Tag habt: Zeigt es nicht!", sagte er. Die Podiumsdiskussion "war sehr informativ," sagte Schülerin Carina Mitulla. "Alle haben uns gut vermittelt, dass es jetzt ernst wird." Klassenkamerad René Michels fand es "sehr interessant, weil die Vertreter der Firmen und Behörden uns einen guten Einblick in ihr jeweiliges Auswahlverfahren und ihre Ausbildungsberufe gegeben haben."

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