1. Region
  2. Vulkaneifel

Ein Naturdenkmal im Spiel von Licht und Schatten

Ein Naturdenkmal im Spiel von Licht und Schatten

Die Sonnenstrahlen bahnen sich einen Weg durch die Baumkronen beim Wasserfall Dreimühlen bei Nohn. Der Wasserfall wurde zum Naturdenkmal erklärt, da er das nördlichste Kalksinter-Vorkommen in Europa bildet.

Sinter bildet sich durch Abscheiden (Fällung) von in Wasser gelösten Mineralien, also in Gewässern, Wasserleitungen und -behältern oder in feuchtem Milieu. Er bildet krustenförmige Überzüge an Hängen oder Terrassen. Kalksinter besteht hauptsächlich aus Kalk. Bei Nohn haben seit der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren drei aus Karsthöhlen austretende Quellwässer eine 300 Meter lange und 100 Meter breite Sinterbank entstehen lassen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Quellbäche zusammengeführt, wodurch der Wasserfall Dreimühlen entstand. In Moospolstern bildet sich durch Ablagerung Kalksinter. Durch diesen ständigen Vorgang wächst der Wasserfall jährlich acht bis zehn Zentimeter in das Tal hinein. (red)/TVFoto: Helmut gassen