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Ein Ort wie eine große Familie

Ein Ort wie eine große Familie

Kleiner Ort ganz groß: 43 Oberelzer haben im Rahmen der TV-Dorffoto-Aktion gemeinsam in die Kamera geschaut. Die Gemeinde in der Verbandsgemeinde Kelberg zeichnet ein aktives Dorfleben aus. Und: Hier halten alle zusammen.

Oberelz. Die Oberelzer sind pünktliche Leute: Als die Vertreter des Trierischen Volksfreunds (TV) in der 130-Einwohner-Gemeinde im Drei-Kreise-Eck Vulkaneifel, Mayen-Koblenz und Cochem-Zell eintreffen, steht schon eine beachtliche Zahl von Bürgern am Treffpunkt.

Sie wollen die Gelegenheit nicht verpassen, bei der Dorffoto-Aktion des TV mit dabei zu sein, denn ein solches Foto ist nicht nur eine Momentaufnahme, sondern bekommt im Lauf der Zeit einen immer höheren Erinnerungswert.

Aber wo Aufstellung nehmen? Ortsbürgermeister Franz Breitbach (65) nimmt diese Entscheidung den TV-Vertretern ab und empfiehlt: "Am oberen Eingang des Bürgerhauses mit dem Wappen des Dorfs im Hintergrund." Gesagt, getan: Die 43 angetretenen Oberelzer entpuppen sich als gute Fotomodelle, und schnell ist das Bild im Kasten.

Oberelz, dessen Name auf die Lage des Orts am Oberlauf des Elzbachs, der bei Moselkern in die Mosel mündet, zurückgeht, liegt im äußersten Zipfel des Kreises Vulkaneifel. Die Bürger haben freie Auswahl, wohin sie einkaufen fahren wollen: ins fünf Kilometer entfernte Uersfeld, in die jeweils rund 15 Kilometer entfernten größeren Gemeinden Kelberg und Kaisersesch (Kreis Cochem-Zell) oder in die 16 Kilometer entfernte Stadt Mayen.

Zum früheren Kreis Mayen gehörte Oberelz auch bis 1970, und die Orientierung dorthin ist auch nach 40 Jahren immer noch gegeben. "Wir fahren zehn Mal nach Mayen, bevor wir ein Mal nach Daun fahren", sagt der seit mehr als zehn Jahren amtierende Ortsbürgermeister. Daraus aber den Schluss zu ziehen, die Ober-elzer wollten bei der anstehenden Kommunalreform - so sie denn ein Mitspracherecht hätten - wieder in die "alte Heimat" zurück, lässt Franz Breitbach nicht gelten. "Wir fühlen uns in der Verbandsgemeinde Kelberg gut aufgehoben und werden von deren Verwaltung bestens bedient." Außerdem: "Egal, wo wir am Ende landen, wir werden auch dann immer am Ende des Kreises sein." Wichtiger als die Frage nach den künftigen Gebietszuschnitten ist den Oberelzern ohnehin die intakte Dorfgemeinschaft. Dazu tragen die Feuerwehr, die Freizeitmannschaft und der Möhnenverein bei, und wenn ein Projekt ansteht, dann kann der Ortsbürgermeister auf Unterstützung bauen. So ist in viel Eigenleistung das Gemeindehaus behindertengerecht umgebaut worden. Dass es in Oberelz noch stimmt, bringt Peter May, der seit Anfang der 1970er Jahre in der Gemeinde lebt, auf den Punkt: "Unser Dorf kann man noch getrost als große Familie bezeichnen."

Die Dorffoto-Aktion des Trierischen Volksfreunds geht weiter am Samstag, 25. September, in Gunderath. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Platz am Heilbachsee. In Kötterichen treffen sich die Bürger zum Dorffoto um 15 Uhr am Gemeinde-/Backhaus. Ziel ist es, möglichst viele Einwohner von Gunderath und Kötterichen auf einem Bild von TV-Fotograf Klaus Kimmling zu versammeln.

Alle TV-Abonnenten bekommen das Foto im Großformat zugeschickt. Doch auch wer noch kein Abonnent ist, kann das Foto bekommen: Wer ein zweiwöchiges kostenloses Probe-Abo bestellt, erhält das Foto ebenfalls kostenlos. Zusätzlich bekommt die Gemeinde ein gerahmtes Foto.