1. Region
  2. Vulkaneifel

Ein Schmuckstück ohnegleichen

Ein Schmuckstück ohnegleichen

Festgottesdienst, Kirchenführung, Pfarrfest: Nach der fünf Monate dauernden Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Chrys anthus und Daria hat die Pfarrgemeinde das gelungene Werk gefeiert. Im Mittelpunkt der 130 000 Euro teuren Maßnahme standen eine neue Farb- und Lichtgestaltung.

Welcherath. (bb) Das Fest der Wiedereröffnung bilde nicht nur den Abschluss der kirchenlosen Zeit und der Innenrenovierung, sagte Ortspfarrer Klaus Kohnz in seiner Predigt. Viel mehr gelte es nun auch, das kirchliche Leben neu zu entdecken.

"Nur dann ist die Erneuerung einer Pfarrkirche wirklich eine Investition in die Zukunft", erklärte der Priester.

"Sehr schön geworden", lautete der allgemeine Tenor der Pfarrangehörigen aus Welcherath und den umliegenden Dörfern Brücktal, Drees, Kirsbach und Reimerath (VG Kelberg).

Als "ein Schmuckstück ohnegleichen" bezeichnete der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Klaus Brachthäuser (Drees) die frisch renovierte Kirche. Architekt Stefan Bauer (Mannebach) gab einen Überblick über die Baumaßnahmen - von der Teilerneuerung der Elektroinstallation und dem Anstrich der Kirchenbänke über die Renovierung der Sakristei und des Beichtraums bis zur Reinigung von Orgel, Hochaltar, Kreuzwegbildern und Heiligenfiguren und einem neuen Lichtkonzept. Die größte Geduld und Mühe hätten die Restauratoren der Innenausmalung aufbringen müssen, betonte der Architekt mit besonderem Hinweis auf Decke, Triumphbogen und Chorraum.

Die an der Volksfrömmigkeit orientierte Ausmalung - sie stammt aus den 20er Jahren, war Ende der 50er Jahre überstrichen und in den 70er Jahren wieder freigelegt worden - nahm Pastor Kohnz bei der Kirchenführung nach dem Gottesdienst in den Fokus. Er berichtete anhand des Deckengemäldes über das Leben der Kirchenpatrone Chrysanthus und Daria, erklärte, wie sie zum Martyrium (man begrub sie lebendig) abgeführt wurden und ihnen dabei der auferstandene Christus erschien. Das Gemälde auf dem Triumphbogen hat Maria in der Mitte; sie zeigt Menschen allen Alters und aller sozialen Schichten das göttliche Kind.

Kohnz erinnerte an wichtige Stationen in der Geschichte der Kirche seit dem elften Jahrhundert und lud zur Ausstellung der sakralen Kostbarkeiten ein: Reliquiar und Monstranz, Kelche und Kanontafeln, Mess-, Protokoll- und Lagerbücher.