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Ein Stück Heimat geht mit nach Afghanistan

Ein Stück Heimat geht mit nach Afghanistan

Marschbefehl nach Kabul: Soldaten des in Gerolstein stationierten Führungsunterstützungsbataillons 281 werden dort in den nächsten vier Monaten ihren Dienst tun.

Gerolstein. Für einen Kommandeur einer Bundeswehreinheit, die schon schon seit vielen Jahren Soldaten in den Einsatz im Ausland schickt, ist es nicht ungewöhnlich, schon mehr als zwei Monate vor Weihnachten und Neujahr ein frohes Fest und einen guten Rutsch zu wünschen. Denn die 55 Soldaten, die in der Gerolsteiner Eifelkaserne vom Chef des Führungsunterstützungsbataillons 281, Oberstleutnant Hans-Jörg Oster, verabschiedet worden sind, werden diese Festtage nicht im Kreis ihrer Familien, sondern in Kabul verbringen. Insgesamt vier Monate dauert die Dienstzeit der Eifeler Fernmelder, die in den nächsten Tagen die Reise antreten werden, in der afghanischen Hauptstadt.
Für den Standort Gerolstein gehört es schon seit vielen Jahren dazu, dass Soldaten an unterschiedlichen Orten außerhalb der der Grenzen Deutschlands Dienst tun. So beläuft sich allein die Zahl der Afghanistan-Einsätze des Gerolsteiner Bataillons seit 2002 auf mittlerweile 27.
Die besondere Verbundenheit der Stadt Gerolstein mit den Soldaten der Eifelkaserne wurde wieder mit der Übergabe eines Ortschilds dokumentiert, das Stadtbürgermeister Bernd May an den Kompaniechef überreichte. May sagte, damit wolle er den Soldaten "ein Heimatgefühl mitgeben. Das Gefühl, in Ihrem Camp in Kabul auch ,zu Hause\' zu sein".
Mit einem Nebensatz verwies der Stadtbürgermeister auf die anstehende Entscheidung des Verteidigungsministers, welche Standorte erhalten bleiben (der TV berichtete).
Er dankte für die Einladung in die Eifelkaserne, "was ich hoffentlich, sofern uns der Verteidigungsminister keinen Strich durch die Rechnung machen wird, noch oft wiederholen kann". sts