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Ein Stückchen mehr Autobahn

Ein Stückchen mehr Autobahn

Die A 1 ist bald um rund zwei Kilometer länger: Die letzten Arbeiten am Abschnitt von der Anschlussstelle (AS) Gerolstein zur AS Kelberg sind im Gange. Ende Mai/Anfang Juni wird das Stück für den Verkehr freigegeben. Aus der geplanten Eröffnung im November 2011 war nichts geworden. Die Ursache: Der Boden an den Auf- und Abfahrten beim Gewerbegebiet Radersberg war schlecht und musste ausgetauscht werden.

Nerdlen/Dreis-Brück. Das neue Autobahnteilstück zur Anschlussstelle Kelberg sieht zwar schon so gut wie fertig aus. Dennoch müssen sich die Autofahrer noch rund vier bis sechs Wochen gedulden, bis sie es befahren dürfen. "Es fehlen noch Schilder an der Anschlussstelle Kelberg, und die Markierungen auf der Fahrbahn werden wohl erst Ende April/Anfang Mai aufgebracht, wenn das Wetter beständiger ist", sagt Dietmar von Landenberg vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein.
Momentan würden die Anschlüsse der B 410 zu den Auf- und Abfahrten der A 1 und zum Gewerbegebiet Radersberg sowie zur Lavagrube Scherer asphaltiert. Zudem müssen noch Entwässerungsmulden gezogen, der Boden am Straßenrand eingeebnet und die Wildkatzenschutzzäune fertig installiert werden.
Vor der endgültigen Freigabe des Autobahnteilstücks steht auch noch die Abnahme. "Dabei werden Qualität und Ebenheit des Asphalts geprüft. Die Ergebnisse müssen zuerst vorliegen, bevor die Abnahme gemacht wird", sagt von Landenberg. Streckenweise sei das zwar schon geschehen. Aber: "Uns müssen die Ergebnisse aber in der Gesamtheit vorliegen, um sagen zu können, ob alles regel- und vertragskonform ist oder nicht", sagt der LBM-Mann.
Vor der Freigabe des letzten Teilstückes bis zur AS Kelberg muss auch noch eine andere Baustelle erledigt werden. Wie sich schon 2010 bei der Abnahme herausstellte, war die Beschaffenheit der Fahrbahn auf der Liesertalbrücke schlecht. Die ausführende Baufirma hat sich verpflichtet, diesen Fehler zu beheben und dazu die Asphaltschicht abzufräsen und zu erneuern. "Dies soll auf jeden Fall vor der Verkehrsfreigabe des Autobahnteilstücks geschehen. Auch hier brauchen wir gutes Wetter, der Auftrag ist aber bei der Baufirma in der Disposition. Sobald die Witterungsbedingungen es zulassen, geht\'s los", erklärt Dietmar von Landenberg.
Für die Erneuerung der Asphaltschicht muss jede Fahrbahn von der AS Darscheid bis zur AS Gerolstein für eine Woche voll gesperrt werden. Einen festen Termin zur Freigabe des Autobahnteilstückes will der Landesbetrieb angesichts aller noch zu erledigender Arbeiten noch nicht nennen.
"Wir haben noch keinen endgültigen Eröffnungstermin, das wird aber demnächst entschieden werden", meint Dietmar von Landenberg vom LBM Gerolstein. HG