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Eine kleine Orgel begeistert in Weinfeld mit großem Klang

Kirchenmusik : Orgel in Weinfeld leistet gute Dienste

Die Orgel in Weinfeld steht schon fünf Jahre in der Kapelle am Totenmaar.

 Ein „kleines Jubiläum“ feiert die Orgel in Weinfeld, denn das Kircheninstrument steht nun schon fünf Jahre in der Kapelle am Totenmaar und hat während dieser Zeit gute Dienste geleistet.

Der damalige Pastor der Pfarreiengemeinschaft Gillenfeld, Carsten Rupp, und der Kirchengemeinderat Schalkenmehren ließen nichts unversucht, ein passendes Kircheninstrument für das Kirchlein zu finden, das den Räumlichkeiten in der Wallfahrtskirche entspricht. Es sollte kein Prunkwerk, sondern ein kleines, bescheidenes Instrument sein.

Wer hätte früher gedacht, dass die Wallfahrtskirche einmal um eine Orgel bereichert wird? Es handelt sich um das älteste Instrument der Firma Klais, das zuvor in Nordbelgien und Luxemburg erklang. Außerdem wurden intensive Restaurierungsarbeiten und Neuerungen an dem Instrument durchgeführt.

Ein Rückblick: Die Orgel wurde an einem Feiertag, am 1. Mai 2015, zu Beginn des Marienmonats, unter großer Anteilnahme in einem Festgottesdienst in der 600 Jahre alten Kapelle eingeweiht. Die zahlreichen Motivtafeln im Glockenturm zeugen von der Marienverehrung in diesem Gotteshaus. Das Kircheninstrument gibt so den Gottesdiensten und Andachten, die in regelmäßigen Abständen stattfanden, bevor die „Coronazeit“ alles zum Stillstand brachte, eine besondere Würde. Fast niemand der Besucher möchte seitdem die Orgelklänge bei sakralen Gesängen oder beim Zwischenspiel missen.

Der damalige Himmeroder Abt, Dr. Johannes Müller, segnete die Klais-Orgel, und Pastor Rupp erkärte: „Wenn diese Orgel erklingt, ist das ein historischer Moment an historischer Stätte und ich danke für die Spenden, die eine Orgelanschaffung möglich machten.“ Die gebrauchte Orgel wurde für 8 500 Euro erworben. Das Kircheninstrument steht nun an passender Stelle im Altarrund. Sie scheint wie angepasst für diesen Ort im Gotteshaus. Orgelbauer Paul Kön aus Zeltingen-Rachtig hatte die Orgel restauriert und der damalige Kaplan Oliver Seis ordnete ihren Weg nach Weinfeld in die Friedhofskapelle an. Abt Johannes Müller betonte in seiner Festpredigt bei der feierlichen Einsegnung 2015, dass eine Orgel den Menschen die klingende Kirchenmusik näherbringe und Andacht vermittele. Ein Instrument, das viel Anklang findet. Dekanatskantor Hubert Blaum aus Daun war der erste Organist in der Friedhofskirche.

Der Orgelbauer Paul Kön kennt sich aus in seinem Metier und weiß vieles zu berichten, das besonders die Orgelliebhaber interessieren dürfte: „Die Orgel wurde 1915 gebaut. Sie hat drei Register. Die tiefe und kleine Oktave sind in Fichtenholz gehalten.Alle Pfeifen sind aus Zinn. Die Windlade besteht aus massivem Eichenholz und die Windmaschine sitzt direkt unter der Windlade. Die Obertasten sind aus Buchsbaum und die Untertasten aus Zwetschgenholz.“