Soziales: „Eine Krankenhausoberin, wie sie im Buche steht“

Soziales : „Eine Krankenhausoberin, wie sie im Buche steht“

Das Marienhaus Klinikum Eifel hat Helga Beck in den Ruhestand verabschiedet. Neue Krankenhausoberin in Gerolstein und Bitburg ist Katharina Schmitt

(red) Es war kein normaler Wechsel, der da vor einigen Tagen gefeiert wurde. Denn mit Helga Beck wurde eine Führungspersönlichkeit verabschiedet, die „uns jederzeit ein Vorbild war“, wie es der Kaufmännische Verbunddirektor Christoph Wagner formulierte. Nach mehr als 37 Jahren in Diensten der Trägerschaft, davon 22 Jahren als Krankenhausoberin, ist Helga Beck zum Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen. Ihre Nachfolgerin ist Katharina Schmitt. Sie hatte die Gelegenheit, sich auf ihre neuen Aufgaben vorzubereiten, indem sie Helga Beck sechs Monate „wie ein Schatten“ (so formuliert sie es selbst) begleitete und so die Menschen in Bitburg und Gerolstein bereits kennenlernen konnte. Und sie ist gut in der Eifel angekommen, bescheinigte ihr Christoph Wagner.

Helga Beck, so hob es Maria Heine vom Vorstand der Marienhaus Stiftung in ihrer Ansprache hervor, sei immer für die Menschen da gewesen. Mit dieser den Menschen zugewandten Art habe sie dafür gesorgt, „dass unsere christlichen Werte im Alltag nicht unter die Räder kommen und Patienten wie Mitarbeiter an der einen oder anderen Stelle spüren, dass wir ein christlich geprägtes Unternehmen sind“. Persönlich dagegen sei Helga Beck immer zurückhaltend und bescheiden aufgetreten. Ihre ruhige und sachliche Art habe er sehr schnell schätzen gelernt, ergänzte Geschäftsführer Günter Merschbächer. Und er habe Helga Beck manchmal bewundert, wie sie ihren Standpunkt vertreten habe – klar in der Sache, im Ton immer verbindlich und versöhnlich – „eine Krankenhausoberin, wie sie im Buche steht“, so Merschbächer.

Helga Beck und Katharina Schmitt – sie sind zwei höchst unterschiedliche Typen und Charaktere. Katharina Schmitt stammt aus der Trägerschaft der Marienhaus Unternehmensgruppe, hat in Neustadt an der Weinstraße junge Menschen unterrichtet, die den Beruf des Operationstechnischen Assistenten (OTA) erlernen wollten, und hat die OTA-Schule im dortigen Bildungszentrum geleitet. Sie besitzt, so schilderte es Maria Heine, ein großes Talent, auf Menschen zuzugehen und für sich zu gewinnen; sie versteht es, konsequent und gleichzeitig wohlwollend mit jungen Menschen umzugehen und sie auf das wahre Leben vorzubereiten. Der Ruf, eine „Macherin“ zu sein und offen und mutig Neues anzugehen, eilt ihr voraus. Gleichwohl weiß sie, dass sie in Gerolstein und Bitburg in große Fußstapfen tritt.