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Eine Krankheit, die immer mehr Menschen betrifft: Demenz

Eine Krankheit, die immer mehr Menschen betrifft: Demenz

Volles Haus: Knapp 100 Besucher haben sich bei der ersten Veranstaltung der Gerolsteiner Gesundheitsinitiative über das Thema Demenz informiert. Nach dem gelungenen Auftakt soll es weitere Vorträge im Rhythmus von drei Monaten geben.

Gerolstein. Demenz ist eine Erkrankung, die aufgrund der demografischen Entwicklung und der gestiegenen Lebenserwartung immer mehr Menschen betrifft. Demenz stellt nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Angehörigen vor große Anforderungen.
Bei der Auftaktveranstaltung der Gerolsteiner Gesundheitsinitiative, die das Marienhaus Klinikum Eifel St. Elisabeth Gerolstein in Zusammenarbeit mit der Stadt- und Verbandsgemeinde Gerolstein, der Kreisärzteschaft und dem Förderkreis des Gerolsteiner Krankenhauses gegründet hat, war zum Informationsabend über die Krankheit die Kita voll besetzt.
Wenn Bekanntes verloren geht


Zu den Ursachen, der Vorbeugung und der Therapie von Demenz und dem Delir, einer meist vorübergehenden Einschränkung des Gedächtnisses oder Bewusstseins, referierten die Chefärzte der Klinik, Dr. Stefan Thielscher, Chefarzt der Psychiatrie und Dr. Manfred Rittich, Chefarzt der Inneren Medizin.
Thielscher definiert Demenz folgendermaßen: "Es handelt sich um den Verlust früher vorhandener geistiger Fähigkeiten, wie beispielsweise des Gedächtnisses, des Urteilsvermögens oder der Raumorientierung, der mindestens seit sechs Monaten besteht." Am häufigsten entstehe Demenz vor dem Hintergrund einer Alzheimererkrankung, die mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen einhergeht.
Die zweithäufigste reine Demenz-Form ist die gefäßbedingte Demenz. Zur Vorbeugung einer Demenzerkrankung sei es wichtig, geistige Reserven aufzubauen - etwa, indem man Sport treibt, gute soziale Beziehungen pflegt und sich auch im zunehmenden Alter weiterbildet und geistig fit hält, erklärte der Facharzt.
Stunden, die alles verändern


Facharzt Dr. Rittich beschrieb das Krankheitsbild Delir, das sich innerhalb von Stunden oder Tagen entwickelt und zu Dauerschäden im Hirn führen kann. Hiervon sind hauptsächlich ältere Menschen betroffen. Er erklärt, dass oft im Rahmen einer stationären Behandlung oder einer Operation diese Symptome auftreten. Aus diesem Grund sei es wichtig, vorab Maßnahmen zu ergreifen, um dem Delir entgegenzuwirken. Hierzu zählen beispielsweise Orientierungshilfen, stimulierende Aktivitäten, ein fester Tages-und Nachtrhythmus oder Bezugspflege für den Patienten. Die Referenten standen nach den Vorträgen für Fragen des Publikums zur Verfügung.
Nach dem gelungenen Auftakt sind weitere Veranstaltungen und Vorträge im Rahmen der Gerolsteiner Gesundheitsinitiative geplant. Anvisiert wird, Vorträge im Abstand von drei Monaten anzubieten. red