Eine Urkunde vom Bischof und eine vom 1. FC Köln

Eine Urkunde vom Bischof und eine vom 1. FC Köln

Nach seiner Erstkommunion im Jahr 1996 wurde Pascal Gundert Messdiener - und er ist es bis heute geblieben. Dafür dankten ihm Pfarrer Carsten Rupp (Gillenfeld) und die Pfarrangehörigen im Kirmeshochamt in der Schönbacher Kirche. Er hat zudem ein Schreiben des Trierer Bischofs Stephan Ackermann erhalten. Für den besonderen Messdiener steht fest: "Ich mache weiter."

Schönbach. Als "äußerst selten" bezeichnet Pfarrer Carsten Rupp das Jubiläum. "Ein wirklich schönes Jubiläum" und "vorbildlich" liest er unter dem Beifall der Gottesdienstbesucher aus dem Schreiben des Trierer Bischofs vor. Tatsächlich dient Pascal Gundert seit dem 24. April 1996 die Messe - "und zwar ohne dass man ihn erinnern muss und auch außerhalb von Schönbach, wenn es nötig ist", erklärt Pfarrer Rupp.
"Weil es mir Spaß macht und ich es gerne tue", bringt der heute 30-Jährige im TV-Gespräch seine Motivation für seine Ausdauer auf den Punkt. Am liebsten bringe er dem Pastor den Kelch, erzählt er. Und bei der Wandlung zu klingeln und mit dem Klingelbeutel von Bank zu Bank zu gehen, das gefalle ihm auch. Ans Aufhören denkt Pascal Gundert nicht. "Ich werde doch gebraucht", sagt er.
Pascal Gundert ist ein Mensch mit Beeinträchtigung. Er ist in den Westeifel Werken in Gerolstein beschäftigt. Am Wochenende hilft er im Restaurant seines Bruders.
Seine zweite Leidenschaft neben dem Messedienen ist das Fußballgucken. Er erzählt stolz: "Die Urkunde von Bischof Ackermann ist schon die zweite in diesem Jahr. Denn ich bin vor kurzem geehrt worden, weil ich seit zehn Jahren Mitglied im Fanclub des 1. FC Köln bin." bb