Eine wirklich sinnvolle Freizeitbeschäftigung

Eine wirklich sinnvolle Freizeitbeschäftigung

Am Dauner Viadukt hat der Ortsverband Daun Vulkaneifel des Technischen Hilfswerkes (THW) seinen Sitz. Für die Jugendarbeit bekam die bundeseigene Organisation nun einen neuen Kleinbus. 13 Jugendliche bekommen beim THW eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten.

Daun. (HG) Weithin bekannt ist das THW nicht bei der Bevölkerung. Lediglich wenn wieder einmal im Ausland eine Hilfsaktion ansteht und in den Medien darüber berichtet wird, sieht man sie: die Frauen und Männer in ihren blauen Arbeitsanzügen und Overalls. 80 000 Menschen engagieren sich in 668 Ortsverbänden

Das Technische Hilfswerk ist eine Bundesanstalt, die dem Bundesinnenministerium untersteht. In 668 Ortsverbänden engagierten sich im vergangenen Jahr über 80 000 Menschen ehrenamtlich im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes.Auch in Daun gibt es seit einigen Jahren das THW, das von Dockweiler in die Kreisstadt zog. Der Ortsverband Daun Vulkaneifel hat heute 30 Helfer und zudem 13 Jugendliche, die hier eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung finden und dabei noch viel lernen. "Wir haben in allen Ortsverbänden Jugendgruppen, diese sind für uns sehr wichtig. Wir holen damit die Jugendlichen von der Straße und beschäftigen sie", erklärt THW-Geschäftsführer Raimund Boquoi. Der Dauner Ortsverband hat einen technischen Zug, und hier existiert eine Fachgruppe für Logistik und Verpflegung. Dafür werden immer Helferinnen und Helfer gesucht. Denn die Struktur des Ortsverbandes ist ehrenamtlich aufgebaut. "Freiwillige Helferinnen und Helfer sind jederzeit bei uns willkommen", sagt Raimund Boquoi. Auf diese Möglichkeit will und kann sich der Ortsverband aber nicht verlassen. Deshalb widmet er sich verstärkt der Jugendarbeit. Boquoi: "Die Jugend ist unsere Zukunft. Darum investieren wir momentan viel in die Jugend.Vom Bund als Dienstherrn bekam der Ortsverband Daun Vulkaneifel nun einen neuen Kleinbus für die Jugendarbeit zugeteilt. "Jugendliche können im Alter von zehn Jahren zu uns kommen. Alle 14 Tage an einem Samstag bringen wir den Jugendlichen drei Stunden lang die technischen Dinge näher und machen zusammen Freizeitaktivitäten", erklärt THW-Jugendbetreuerin Brigitte Baus.30 Prozent der Jugendlichen bleiben dem THW treu

Wenn die jungen Helferinnen und Helfer 17 Jahre alt sind, können sie im THW aktive Helfer werden und sich an den zwei Schulen des THW weiterbilden. "Etwa 30 Prozent aller Jugendlichen bei uns sind auch später bei uns aktiv", erklärt Boquoi. Das THW ist auch Ersatz für den Bundeswehrdienst. Jeder Wehrpflichtige kann sich hier auf eine sechsjährige Tätigkeit verpflichten, danach unterliegt er nicht mehr der Wehrpflicht. Die Jugendarbeit ist auch die Aufgabe von Kurt Laux, Kreisjugendpfleger des Landkreises Vulkaneife. "Die Kooperation mit dem THW, besonders mit der Jugend des THW, ist vorzüglich. Seit mehreren Jahren bekommen wir Unterstützung bei Wasser und Strom vom THW bei unseren Zeltlagern. Wir versuchen auch bei kreisweiten Veranstaltungen zu kooperieren - wie demnächst beim Non-Stop-Spiel-Spaß. Das THW bietet diesmal am Viadukt die Kletterwand an. Darauf freuen wir uns jetzt schon."