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Eingeschränktes Badevergnügen in den Vulkaneifel-Maaren

Sommer : Eingeschränktes Badevergnügen

In den Freibädern am Gemündener Maar und dem Gillenfelder Pulvermaar dürfen Badelustige wieder ganz offiziell schwimmen. Allerdings gibt es viele Einschränkungen vor dem Sprung ins Wasser.

Conny und Detlef sind für ihren Wanderurlaub aus Gelsenkirchen in die Vulkaneifel gereist. Doch das ikonische Gemündener Maar lockt an warmen Tagen natürlich sehr, mit dem Wandern mal einen Tag Pause zu machen. Und das lohnt sich, sagen die beiden: „Das ist gut gelöst worden hier. Die Liegefläche ist groß genug, weil die Besucherzahl eingeschränkt ist.“

Auch Marie und Katharina aus Gerolstein sind im Maarbad zu Gast. Generell finden sie die Einschränkungen ganz gut, „weil einem niemand auf die Pelle rückt“. Man könne gut baden, aber die Leute seien angespannter als sonst, stellen die beiden fest. „Aber wenn sich, um ins Wasser zu gelangen, die Leute auf der Treppe tummeln, dann lohnen sich die Maßnahmen vorher nicht“, kritisieren die jungen Frauen. Spontan mal eben im Maar schwimmen sei durch die Voranmeldungspflicht nicht möglich: „Das ist schon nervig, aber wir wüssten auch nicht, wie man das besser lösen könnte.“

Am Gemündener Maar dürfen die Gäste in zwei Schichten ins Bad. Zwischen 12 und 15 Uhr, sowie von 16 bis 19 Uhr dürfen jeweils 280 Besucher schwimmen und entspannen. „Das wird gut angenommen“, erklärt Manfred Krag, der sich als erster Beigeordneter im Dauner Stadtrat um die aktuellen Baderegeln kümmert. „Wir haben das Wegenetz hier im Bad mit Einbahnstraßen und Pfeilen ausgeschildert und verbessern das auch, wenn sich Bedarf zeigt“, betont Krag.

  Das Gillenfelder Pulvermaar bietet viel Platz zum Schwimmen – und Boot fahren.
Das Gillenfelder Pulvermaar bietet viel Platz zum Schwimmen – und Boot fahren. Foto: Alwin Ixfeld
Eingeschränktes Badevergnügen in den Vulkaneifel-Maaren
Foto: Alwin Ixfeld

Unterstützt werden die Dauner durch Ehrenamtliche von Bundeswehr und Rotem Kreuz. Auch am Gillenfelder Pulvermaar wäre der Badebetrieb ohne freiwillige Helfer nicht möglich. So sorgen etwa Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für die Sicherheit der Schwimmer. „Wir haben keine Badeinsel und keine Rutschbahn dieses Jahr, das sind die Haupt-Unfallrisiken, und es sind ja deutlich weniger Badegäste da.“ So sei der Dienst etwas entspannter als sonst, erklärt Michaela Riebschläger von der DLRG. Das Pulvermaar-Bad ist in der Regel nur nachmittags zwischen 15 und 19 Uhr zugänglich, und an Wochenenden im Zweischichtbetrieb. „Wir können 320 Leute einlassen, aber uns war wichtig, den Urlaubern und Einheimischen überhaupt möglich zu machen, dass sie schwimmen können“, sagt Karl Heinz Schlifter, Ortsbürgermeister von Gillenfeld. Während die Wegeregeln und das Abstandhalten sehr diszipliniert eingehalten würden, zeigten sich Probleme bei der Einlasskontrolle, erklärt Schlifter. „Wir liegen hier im Maarkessel und haben sehr schlechte Handy- oder Internetverbindungen. Und gelegentlich haben die Leute Probleme beim Einloggen“, sagt der Bürgermeister Sowohl für das Pulvermaar, als auch für das Gemündener Maar gilt, dass Badewillige sich vorher ein Ticket im Internet reservieren müssen. Ab dem 1. Juli startet dann auch der Betrieb am Schalkenmehrener Maar.