Ellscheider Laufschule Schritt für Schritt unterstützt Marathonläufer Alois Pitzen.

Soziales : Mediziner ist laufend für den guten Zweck unterwegs

Ellscheider Laufschule Schritt für Schritt unterstützt Marathonläufer Alois Pitzen.

(sts) Es war ein besonderer Tag, der vor einigen Wochen in Ellscheid gefeiert wurde: das 20-jährige Bestehen der Laufschule Schritt für Schritt. Deren Gründerin Inge Umbach hatte Wegbegleiter aus zwei Jahrzehnten und Referenten eingeladen, unter anderem Berthold Mertes, Mitbegründer des Trierer Silvesterlaufs, und Herbert Steffny, Marathon-EM-Dritter von 1986.

Insgesamt gut 200 Gäste kamen zur Feier, und die wurden um eine freiwillige Spende gebeten. Laufend Gutes tun lautet schon seit vielen Jahren das Motto der Laufschule, es hat schon diverse Benefizaktionen gegeben, so beispielsweise im vergangenen Jahr, als 2500 Euro an den Verein Nestwärme übergeben werden konnten.

Bei der Jubiläumsfeier kamen 1280 Euro von Gästen und Firmen zusammen, die in Ellscheid an Alois Pitzen übergeben wurden. „Ich freue mich, dass wir mit einem schönen Ergebnis abgeschlossen haben“, sagt Inge Umbach. „Echt eine Riesensumme“, freut sich der  aus Ulmen stammende Arzt, der mit seiner Frau und seiner Schwester eine Praxis in Daun betreibt. „Das Geld wird komplett für mein Uganda-Projekt verwendet.“

Hintergrund: Zu Beginn der 1990er Jahre reiste er durch Afrika, um den katholischen Priester Pater Paulinus Fokushaba, den Pitzen als Messdiener in der Eifel kennengelernt hatte, in Uganda zu besuchen. Dabei erfuhr er, dass Kinder nicht lesen, schreiben und rechnen lernen konnten, weil ihren Eltern umgerechnet ein Dollar pro Jahr an Schulgeld fehlte. Seitdem hilft Pitzen, den Analphabetismus zu bekämpfen.

Und geht dabei besondere Wege: Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch geeignet, um für soziale Zwecke zu werben. Das weiß auch Pitzen, wenn er beim Berlin Marathon antritt und dabei Spenden sammelt. Mit großem Erfolg: So sammelte der Mediziner 2011 mehr als 13 000 Euro für Uganda.

Aber nicht das Projekt in Afrika profitiert: In diesem Jahr sind bei Pitzens Marathon-Einsatz in der Bundeshauptstadt 3000 Euro zusammengekommen, von denen die Hälfte vor Ort bleibt. Er wird jeweils 500 Euro) der Dauner Tafel, dem Café Asyl sowie dem Integrationscafé Ulmen zur Verfügung stellen.

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