Ende der Dauerbaustelle in Sicht

Ende der Dauerbaustelle in Sicht

Viel Geduld haben Auto- und LKW-Fahrer und vor allem die Anwohner wegen der seit November eingerichteten innerörtlichen Baustelle in Dockweiler schon aufbringen müssen. Freie Fahrt wird es voraussichtlich in gut sechs Wochen wieder geben.

Dockweiler. Im Herbst vergangenen Jahres wurde mit der Erneuerung des Bundesstraße (B) 421 auf einer Länge von rund 500 Metern innerhalb von Dockweiler begonnen. Dieses Teilstück, die Dauner Straße, wird sehr stark genutzt, laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein von etwa 5500 Fahrzeugen täglich. Etwas mehr als ein Zehntel davon sind Lastwagen. Die enorme Strapazierung der Straße war unüberseh- und - "dank" vieler Fahrbahnschäden - spürbar. Mitte November 2008 wurde mit den Bauarbeiten des ersten Abschnitts begonnen. Damals hieß es seitens des LBM, die Arbeiten würden voraussichtlich ein halbes Jahr dauern.

Zeitplan wegen des Winters über den Haufen geworfen



Zwischenzeitlich hat der lange Winter aber den Zeitplan über den Haufen geworfen. Die Baustelle hat sich zum Geduldsspiel für Auto- und LKW-Fahrer sowie die Anwohner entwickelt. Aus Richtung Autobahn oder Daun kommende Ortskundige wählen häufig gleich den Weg über Dreis, um den langen Ampelphasen zu entgehen. Die "Schlupflöcher" innerhalb von Dockweiler mussten gesperrt werden, wie Ortsbürgermeister Bruno von Landenberg berichtet: "Immer mehr Fahrer haben versucht, die Baustelle über innerörtliche Straßen zu umfahren. So ist eine Situation entstanden, die aus Sicht der Gemeinde nicht mehr tragbar war. Der Ausweichverkehr hatte so zugenommen, dass es teilweise gefährlich wurde. Deshalb mussten wir reagieren und sperren." Die Anwohner der Baustelle lobt der Ortsbürgermeister für "ihre große Geduld. Sie haben viel Verständnis aufgebracht trotz der Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten."

820 000 Euro werden in das Projekt investiert, davon trägt der Bund 650 000 Euro, die Ortsgemeinde Dockweiler ist mit 70 000 Euro für die Erneuerung der Gehwege dabei, und für das Gruppenwasserwerk Daun entstehen für Leitungserneuerungen Kosten von 100 000 Euro.

Langsam ist aber ein Ende der Arbeiten in Sicht. Anfang der Woche war die Bundesstraße 421 ganz gesperrt: Zwischen dem Kreisel und dem Bahnübergang wurde geteert. "Wenn alles planmäßig läuft, wird der Großteil der Arbeiten in voraussichtlich sechs Wochen, also etwa zu Beginn der Sommerferien, erledigt sein", prognostiziert Bruno von Landenberg.