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Energiewende: Windkraftbetreiber stehen Schlange

Energiewende: Windkraftbetreiber stehen Schlange

Goldgräberstimmung herrscht in vielen Orten der Vulkaneifel, seitdem die Pläne der Landesregierung bekanntwerden, die erneuerbaren Energien auszuweiten.

Daun/Gerolstein. Im rot-grünen Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung in Mainz ist festgelegt, dass ab 2030 der gesamte Stromverbrauch im Land durch regenerative Energien gedeckt werden soll. Ein Großteil davon durch Windenergie. Dabei wird der Norden des Landes deutlich stärker in Sachen Windkraftnutzung berücksichtigt werden, da die Mittelgebirgsregionen Eifel, Westerwald und Hunsrück ertragreiche Regionen darstellen.
In den klammen Kommunen wird plötzlich die Chance gesehen, durch Pacht- und Gewerbesteuereinnahmen wieder Geld in die Kasse zu bekommen. Die Windkraftbetreiber stehen auch in vielen Kommunen des Vulkaneifelkreises Schlange und drängen auf Vertragsabschlüsse. Davor warnen aber die Experten, die den Kommunen nahelegen, selbst in Anlagen zu investieren und die Einnahmen zu solidarisieren, um der Landschaftszerstörung zu begegnen.
In den Verbandsgemeinden, die mittlerweile selbst Planungskompetenz haben, wo Windräder aufgestellt werden sollen, herrscht Einigkeit darüber, dass lieber wenige Windparks mit vielen Anlagen eingerichtet werden sollen als wenige Anlagen an vielen Stellen. Dazu lassen sie ihre Flächennutzungspläne für viel Geld überarbeiten.
Im Bereich Hillesheim, wo bereits Pläne für einen interkommunalen Windpark vorangetrieben werden, gründet sich derweil eine Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen, die künftig auch im Wald aufgestellt werden dürfen. Stürmische Zeiten. mh