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Entschärfung der Ortsdurchfahrt verzögert sich

Entschärfung der Ortsdurchfahrt verzögert sich

Die für dieses Jahr in Aussicht gestellte Umsetzung der Planung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, mit der die Verkehrssituation im Dauner Stadtteil Pützborn verbessert werden soll, wird verschoben. Neuer Termin: voraussichtlich 2012.

Daun-Pützborn. Guido Kaspers (38) weiß, was es heißt, direkt an einer viel befahrenen Bundesstraße zu wohnen. Die B 257 als Ortsdurchfahrt im Dauner Stadtteil Pützborn führt vor seinem Haus vorbei. "Wenn die Lastwagen hier durchfahren, spürst du die Erschütterungen. Vom Lärm ganz zu schweigen. Das geht einem schon mal auf die Nerven", sagt Kaspers. Was er erlebt, lässt sich auch an einer Zahl festmachen: Durchschnittlich 4500 Fahrzeuge passieren täglich die B 257 in diesem Bereich, und viele Fahrzeuge sind aus Sicht der Anwohner häufig viel zu schnell unterwegs. Deshalb warten sie seit Jahren darauf, dass endlich etwas passiert.
Auch Ortsvorsteher Friedhelm Haep (seit 1999 im Amt, zuvor schon im Ortsbeirat aktiv) beschäftigt das Thema schon lange. Er erinnert sich an die Diskussionen um eine große Umgehungslösung, die einen Großteil des Verkehrs von Pützborn weg an Neunkirchen vorbei auf die B 410 führen sollte. Diese Variante ist schon lange vom Tisch, nun geht es darum, die Situation im Ortskern zu entschärfen.
Drei Inseln für mehr Sicherheit


Im vergangenen Jahr wurde eine Planung vorgestellt, die mehr Sicherheit vor allem für Kinder und ältere Bürger bringen soll. Das wesentliche Merkmal: Drei Inseln sollen für Verkehrsberuhigung sorgen. Am Ortseingang aus Richtung Oberstadtfeld - an der ehemaligen Tankstelle - entsteht die erste Insel, an der Bushaltestelle die zweite mit einem Fußgängerüberweg. Dort sollen die Busse auf der Seite der Gaststätte Alte Schmiede beim Halten die Straße blockieren, die Autofahrer müssen dahinter warten. Die Schulkinder können dann vor dem Bus die Bundesstraße über die neue Insel überqueren. Auf der gegenüberliegenden Seite bleibt die Bushaltestelle in ihrer jetzigen Form bestehen. Die dritte Insel wird beim Fußweg zum Pützborner Hang eingerichtet.
Zwischenzeitlich steht die Planung, und der für die Umsetzung zuständige Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein hatte in Aussicht gestellt, dass es in diesem Jahr losgehen könne. Aber Ortsvorsteher Haep hat schlechte Nachrichten aus Gerolstein bekommen: Die Realisierung des Vorhabens, das rund 600 000 Euro kosten wird, verschiebt sich erneut. "Da in der Ortsdurchfahrt Neroth gebaut wird, fällt diese als Umleitungsstrecke für den Schwerverkehr aus. Und auch die Strecke von Pützborn in Richtung Neunkirchen ist keine Option, da dort eine Brücke passiert werden muss, die für den LKW-Verkehr nicht geeignet ist", begründet Helmut Bell vom LBM die Verzögerung. Er geht davon aus, dass es im kommenden Jahr losgehen kann.
Guido Kaspers nimmt es relativ gelassen, denn an das Warten auf eine Lösung des Verkehrsproblems sind er und die übrigen Anwohner längst gewöhnt: "Ich hoffe, dass es 2012 endlich klappt, zumindest diese kleine Lösung zu realisieren."