Entschleunigen auf der Achterhöhe

Entschleunigen auf der Achterhöhe

Entschleunigung und Einklang mit der Natur: Das sollen Wanderer erleben, die auf dem neuen Weg Achterhöhe rund um Lutzerath unterwegs sein werden. Die Route ist 5,3 Kilometer lang und mit Erlebnisstationen ausgestattet.

Lutzerath. Dachsbau, Aussichtsplattform, Ameisenhügel oder Heidelandschaft: Das alles bietet der neue Erlebnisweg Achterhöhe rund um Lutzerath. Eingebettet in ein Rahmenprogramm rund um Erholung und Entspannung ist der Weg jetzt vorgestellt worden.
Der Himmel verheißt zunächst zwar nichts Gutes an diesem Tag. Graue Regenwolken hängen über Lutzerath, es hat am Morgen geregnet, und es sieht auch weiter nach Regen aus. Dennoch haben sich mehr als 60 Wanderer nicht abhalten lassen, den neuen Erlebniswanderweg rund um Lutzerath zu erkunden. Treffpunkt ist die Dreieichenhütte. Und sie haben letztendlich Glück mit dem Wetter, es bleibt trocken.
Nasse Wege, schöne Landschaft


Los geht es mit dem traditionellen Zerschneiden eines Bandes. Der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Ulmen, Karl-Josef Fischer, Landrat Manfred Schnur, Ortsbürgermeister Günter Welter und die Beigeordnete und Wanderführerin Roswitha Lescher geben den Startschuss zur Tour, die an acht Erlebnisstationen vorbeiführt.
Die Wege sind witterungsbedingt extrem nass und teilweise rutschig. Aber alle Teilnehmer bewältigen die Tour problemlos. Zu sehen gibt es nicht nur eine wunderbare Landschaft. Die jetzt aufgestellten Tafeln informieren die Wanderer über die Besonderheiten des 5,3 Kilometer langen Weges. Da gibt es den Ameisenhügel, an dem die Roten Waldameisen aktiv sind. Ein typisches Beispiel von Niederwald ist nur ein kurzes Stück weiter zu erkennen. An anderer Stelle öffnet sich eine Heidefläche, ein Dachsbau wird sichtbar. Auf römische Hügelgräber weist eine weitere Tafel hin. Ein Glanzlicht der Wanderung ist die Aussichtsplattform, die einen weiten Blick über die Eifellandschaft gewährt.
Der Wanderweg war auch schon zuvor vorhanden, wie Lutzeraths Ortsbürgermeister Günter Welter betont. Aber durch die Flurbereinigung haben sich einige Wege verändert, so dass es sinnvoll gewesen sei, die Route neu auszuschildern. Besonders attraktiv für Wanderer soll sie durch die einzelnen Erlebnisstationen werden. Insgesamt hat die touristische Erschließung der Landschaft um Lutzerath rund 120 000 Euro gekostet. Darin enthalten ist neben dem neuen Erlebniswanderweg auch zum Beispiel die Aussichtsplattform.
Entspannung für Jung und Alt


Entschleunigung, Einklang mit der Natur: Das sind die Schlagworte, mit denen der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Ulmen, Fischer, vor Beginn der Wanderung die Besonderheiten der neuen Route beschreibt. Auch Lutzeraths Ortschef Welter macht Werbung für die Landschaft rund um Lutzerath.
70 Kilometer gepflegte Wanderwege und eine Aussichtsplattform seien Besonderheiten rund um das Eifeldorf. Welter lobt auch die Zusammenarbeit zwischen Verbandsgemeinde, Ortsgemeinde und dem Gesundland Vulkaneifel, einem Zusammenschluss mit den Verbandsgemeinden Manderscheid und Daun. Landrat Manfred Schnur zeigt sich beeindruckt vom großen Engagement der Beteiligten für den Weg und bestätigt, dass Wandern schon lange nicht mehr nur für ältere Menschen geeignet ist, sondern auch bei der Jugend großen Anklang findet.
Für die Interessierten an der Dreieichenhütte gibt es neben der Wanderung noch andere Angebote zur Entspannung. Ob eine Fantasiereise, eine Begegnung mit einem Baum oder eine kleinere Wanderung mit den sogenannten Entspannungscoaches: Wer Erholung und Entschleunigung sucht, kann in Lutzerath fündig werden.Extra

Länge: 5,3 Kilometer (acht Stationen) Anreise: von Lutzerath über die L 103 Richtung Bad Bertrich, nach etwa 500 Metern geht es rechts auf den Wanderparkplatz "Tonhügel". Zieleingabe für Navigationsgeräte: Auf der Acht, Lutzerath. Informationen: Touristinfo Lutzerath, Telefon 02677/910 033 noj

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