Enttäuschend: Weniger als die Hälfte geht zur Wahl

Enttäuschend: Weniger als die Hälfte geht zur Wahl

Der Wahlsieg von Amtsinhaber Heinz Onnertz bei der Landratswahl im Landkreis Vulkaneifel ist bei den Parteien auf unterschiedliche Resonanz gestoßen. Die geringe Wahlbeteiligung enttäuschte alle gleichermaßen.

Daun. Im Kreishaus in Daun kamen fast alle Größen der im Kreistag vertretenen Parteien zusammen, um das Ergebnis der Landratswahl zu erleben. Dafür war eigens im Sitzungssaal eine Präsentation vorbereitet worden, Getränke und Snacks standen ebenfalls bereit.Die SPD-Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt sagte nach dem deutlichen Wahlsieg "ihres" Kandidaten: "Das Ergebnis ist toll. Ich bin überwältigt." Vor allem die letzte Woche vor der Wahl, die aus ihrer Sicht eine "Zitterpartie" war, habe ihr Sorgen gemacht. "Von daher freue ich mich nun um so mehr, dass die Bürger die Verdienst von Heinz Onnertz in den vergangenen acht Jahren honoriert haben." Die Wahlbeteiligung von 47,6 Prozent fand sie "für eine Einzelwahl noch in Ordnung".

In die gleiche Kerbe schlugen verständlichermaßen die Spitzen von FDP, FWG und Grünen, die Onnertz ebenfalls unterstützt hatten. So sagte FDP-Kreischef Edmund Geisen: "Ich finde das Ergebnis super. Die Bürger haben erkannt, dass wir einen ebenso erfahrenen wie modernen Landrat haben - einen Managertyp. Und das ist genau der, den wir für die Zukunft brauchen. Und das haben die Bürger erkannt."

CDU-Kreischef Frank Mörsch meinte angesichts des Wahlausgangs: "Das ist eindeutig, und ich will überhaupt nicht verhehlen, dass mich das Zweidrittel- zu Eindrittel-Ergebnis klar enttäuscht. Vor allem der Aufwind in der Woche vor der Wahl hat uns das Gefühl gegeben, dass es doch klappen könnte."

Nach Ansicht des 35-jährigen Parteivorsitzenden aber war der Amtsbonus "letztlich ausschlaggebend". Seiner Partei oder gar dem Kandidaten Gordon Schnieder macht er keinen Vorwurf. Im Gegenteil: "Wir haben bis zum letzten Tag und um jede Stimme gekämpft." Doch bei aller Enttäuschung keimt bei Mörsch auch ein bisschen Hoffnung für die Zukunft auf. So sagte er gestern Abend ebenfalls: "Darauf, was die Partei in den vergangenen Wochen geleistet hat, können wir aufbauen."


Einzelergebnisse bei der Kreisverwaltung des Landkreises Vulkaneifel