Er macht Musik, solange der Herrgott es zulässt

Er macht Musik, solange der Herrgott es zulässt

Karl-Heinz Kaspers aus Immerath liebt die Blasmusik. Er spielt Tenorhorn im Musikverein Immerath, zu dessen Gründungsmitgliedern er gehört.

Immerath. Karl-Heinz Kaspers ist einer der "alter Haudegen" im Musikverein (MV) Immerath. So jedenfalls hat es der ehemalige Vorsitzende Martin Schlimpen ausgedrückt. Einerseits hat er recht. Denn Kaspers gehörte 1956 zu den sieben Gründern des Ensembles. Andererseits war der 71-Jährige damals erst 13 Jahre alt. Als Küken des MV Immerath hatte er im Juni bei der Dreifaltigkeitsprozession seinen ersten Auftritt. Und er hatte das erste neue Instrument im MV; alle anderen waren gebraucht. Denn sein Vater hatte ihm zu seinem 14. Geburtstag ein neues Flügelhorn geschenkt.
Noch heute ist er aktiv und spielt seit 1966 ein Tenorhorn. Stets hat er intensive Werbung für seine Gruppe (derzeit 23 Aktive) gemacht und zahlreiche Mitglieder geworben. Dennoch: "Es fehlt heute hinten und vorn an beständigen Nachwuchskräften", sagt der Immerather. 20 Jahre stand er dem Verein auch als Kassenwart und Kassierer zur Verfügung. Zahlreiche Auszeichnungen hat er erhalten: den Ehrenbrief vom Landesmusikverein Rheinland-Pfalz, die Goldene Ehrennadel für 50-jähriges Musizieren und die Ehrenmitgliedschaft im Musikverein für 50 Jahre Treue.
Seine Ehefrau Waltraud fährt gern zu allen Veranstaltungen mit. "Als wir uns vermählten, habe ich meiner Frau gesagt, dass sie mit mir auch die Blasmusik heiratet", sagt Kaspers.
Die Musik spielt in der Familie eine große Rolle. Tochter Tina (36 Jahre) spielt mit Begeisterung im Orchester Klarinette. Wie lange er noch aktiv dem Musizieren treu bleiben will? "Solange der Herrgott, die Gesundheit und die Atemluft es zulassen und solange mein MV Immerath besteht", antwortet er. bs