Erfahrungen mit Gott stehen im Mittelpunkt

Erfahrungen mit Gott stehen im Mittelpunkt

Mit einem Gottesdienst mit Abt Johannes Müller von der Zisterzienserabtei Himmerod ist in Barweiler (Landkreis Ahrweiler) die Wallfahrtszeit zur Muttergottes "Unsere liebe Frau mit der Lilie, Königin des Friedens" eröffnet worden. Bis Sonntag, 4. Oktober werden zu den Messen und Andachten Pilgergruppen aus dem Dekanat Vulkaneifel erwartet.

Barweiler. Nicht die wissenschaftliche Frage, wie das denn gehe, sei wesentlich, betonte Abt Johannes Müller in seiner Predigt mit Blick auf den Ursprung der Wallfahrt im Jahr 1726, als bereits vertrocknete Lilien in der Hand der Muttergottesstatue erneut zu knospen und grünen begonnen hätten. Vielmehr sei es ein Beispiel dafür, dass Menschen von wunderbaren Erfahrungen mit Gott Zeugnis ablegten, erklärte der Abt - "Zeugnis von einem Gott, der Heil schenkt und keinen verdursten und verdorren lässt." Die Lilie verweise auf Maria. "Denn bei ihr dürfen wir uns immer in Gottes Nähe wissen", sagte er. Abt Johannes appellierte an die Gottesdienstbesucher, Gott und die Mitmenschen an sich heranzulassen, auch Flüchtlinge in ihrem Leid und ihrer Hilflosigkeit, und daran mitzuarbeiten, dass Frieden werde.
An der Seite des Abts zelebrierten die Pfarrer Rainer Justen (Adenau), Peter Berg (Flamersheim bei Euskirchen) und Ludwig Unkelbach (Daun) den Festgottesdienst. Justen leitet nach dem Weggang von Pfarrer Heinrich Ant erstmals als Ortspfarrer die Wallfahrt. Berg war in Begleitung einer 30 Pilger starken Gruppe, die ein "eckiges Jubiläum" feierte: Die Flamersheimer kommen seit 275 Jahren nach Barweiler. Und Unkelbach vertrat die Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Daun, deren Pilgertermin mit der Eröffnung zusammenfiel. "Eine brechend volle Kirche mit Gläubigen, die sehr lebendig gebetet und gesungen haben", resümiert Abt Johannes Müller im TV-Gespräch - "das war toll, das hat mir gut gefallen!"
Unter den Fußpilgern waren Manfred Müller und seine Tochter Petra Disch aus dem Dauner Stadtteil Rengen. "19 Kilometer, 18 Teilnehmer, fünf Stunden", bringen die beiden die Fakten auf den Punkt und betonen die Hauptsache: "Gemeinschaft, Gebete und Lieder." Zum Gottesdienst kam als Autopilgerin Manfred Müllers Frau Hedwig mit den Enkelkindern Fiona (4) und Cedric (2) Müller hinzu. "Ich bin schon als Kind mit meiner Oma nach Barweiler gepilgert", erzählt Hedwig Müller und deutet auf das Haus gegenüber der Kirche. "Dort haben die Rengener Pilger früher übernachtet - auf Stroh", sagt sie lachend. bb

Extra

Bis 4. Oktober sind an den September-Wochenenden samstags um 17.30 Uhr Vorabendmesse und sonntags um 7 Uhr Pilgermesse, um 10.30 Uhr Hochamt, um 15 Uhr Pilgerandacht. Außerdem ist jeden Mittwoch und Donnerstag um 15 Uhr Pilgermesse und jeden Freitag um 15 Uhr Rosenkranzgebet. Am Dienstag, 8. September , ist um 15 Uhr Messe, am Dienstag, 15. September ("Gedächtnis der sieben Schmerzen Mariens"), um 15 Uhr Kreuzweg und um 16.30 Uhr Pilgermesse mit Krankensegen, am Freitag, 18. September, um 19.30 Uhr Pilgermesse mit Lichterprozession. Die Wallfahrt endet am 4. Oktober; dann ist am Samstag, 17.30 Uhr Vorabendmesse und am Sonntag, 15 Uhr Festmesse. Kontakt und Info unter Telefon 02692/9357510, bb