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Erinnerung an den größten Bombenangriff auf Daun

Stadtgeschichte : Erinnerung an größten Bombenangriff auf Daun

(red) Der 19. Juli 1944 war ein schöner Sommertag, auf den sich besonders die Kinder freuten, denn es war der erste Ferientag. Der verstorbene Franz Jung, langjähriger Verkehrsamtsleiter und mit der Dauner Geschichte bestens vertraut, schilderte das Geschehen, das er als Neunjähriger erlebte: „Zum ersten Ferientag traf ich mich mit Jungen aus der Wirichstraße und Ferienkindern aus Köln zum Spielen.

Wir saßen gegen 9 Uhr auf der Fensterbank des Modehauses Groß, als ein Gendarm vorbeikam und uns aufforderte, nach Hause zu gehen, mit den Worten: ,Gleich gibt’s Luftalarm!’ Ich war der Letzte, der nach Hause in Richtung Nikolauskirche ging. Hinter mir hörte ich plötzlich ein Rauschen und wurde vom Luftdruck in den Hof des Hauses Groß geschleudert. Das war der Luftdruck der Bombe, die das Haus Schuh traf. Bis auf ein paar Schrammen blieb ich unverletzt.“

Seit dem Frühjahr 1944 überflogen fast täglich amerikanische Bomberverbände die Kreisstadt in Richtung Südwesten. Am 19. Juli, gegen 9.40 Uhr, lösten sich elf Bomber aus dem Verband von 1080 Flugzeugen und mehr als 600 Begleitjägern und flogen Daun an. Statt die Bahnlinien zu treffen, schlugen 130 Bomben im Stadtzentrum ein. Innerhalb von zwei Minuten löschten die amerikanischen Bomber 65 Menschenleben aus, verletzten mehr als 200 Personen und stürzten Daun ins Chaos. Zerstörte und brennende Häuser, mit Schuttbergen übersäte Straßen, um Hilfe schreiende Menschen, Verschüttete und Tote, unterbrochene Telefon-, Strom- und Wasserversorgung waren die Folgen.

Zum Gedenken an diesen Tag vor 75 Jahren, den 19. Juli 1944, laden Stadt und Volkshochschule Daun zum Vortrag am Sonntag, 30. Juni, 15  Uhr, ins Forum ein. Friedbert Wißkirchen zeigt Bilder und Dokumente. Zudem gibt es Berichte von Zeitzeugen.