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Erinnerung an die Bombenangriffe auf Daun

Erinnerung an die Bombenangriffe auf Daun

Den 70. Jahrestag des ersten der verheerenden Bombenangriffe auf Daun am 19. Juli 1944 nimmt die Eifelvereins-Gruppe Daun am Sonntag zum Anlass für eine Gedenkveranstaltung im Forum. Anliegen des Referenten Alois Mayer ist es, an die getöteten Zivilisten und Soldaten zu erinnern und Dankbarkeit für den Frieden seither zum Ausdruck zu bringen.

 Alois Mayer hat die Auswirkungen der Nazi- und Kriegszeit auf Daun dokumentiert und spricht darüber bei einer Gedenkveranstaltung des Eifelvereins. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Alois Mayer hat die Auswirkungen der Nazi- und Kriegszeit auf Daun dokumentiert und spricht darüber bei einer Gedenkveranstaltung des Eifelvereins. TV-Foto: Brigitte Bettscheider

Daun. Vor mehr als 20 Jahren habe er begonnen, die Zeit der Bombenangriffe auf Daun zu recherchieren, erklärt Alois Mayer (73). "Mir war klar, dass die Möglichkeit, mit Zeitzeugen und Familienangehörigen zu sprechen, begrenzt ist", sagt er.
Aus all den Begegnungen und Gesprächen mit Menschen, die die Tod, Zerstörung und Leid bringende Zeit miterlebt oder Angehörige, Nachbarn und Freunde verloren haben - ob sie nun in Daun leben, sonstwo in Deutschland oder in Belgien und Luxemburg -, sowie aus der Beschäftigung mit Fachliteratur und Totenzetteln, durch die Lektüre von Feldpostbriefen und das Sammeln von rund 1000 Fotos hat Alois Mayer eine Dokumentation erstellt, die nun in den Vortrag anlässlich des Jahrestags mündet.
Dabei gibt es drei Schwerpunkte: das Leben in der Kreisstadt während der Nazizeit und der Vorkriegsjahre (1933 bis 1939); die Ereignisse und Todesopfer der insgesamt 23 Bombenangriffe auf Daun im Zeitraum vom 19. Juli 1944 bis zum 3. März 1945; die im Krieg getöteten Soldaten aus Daun, Boverath und Gemünden.
Alois Mayer zeigt die Wirren und Schrecknisse der Nazizeit und des Zweiten Weltkriegs mit ihren Auswirkungen auf Daun auf und gibt den Getöteten durch das Zeigen der Fotos und Nennen der Lebensdaten "ein Gesicht". Das Geschehen und die Toten dürften nicht vergessen werden, die Erinnerung an sie nicht verloren gehen, mahnt der pensionierte Sonderschulleiter und passionierte Regionalhistoriker. Damit verbunden sei der Appell, dankbar für die bisher längste Friedensperiode in der deutschen Geschichte zu sein und daran mitzuwirken, dass der Frieden bewahrt wird. bb
Alois Mayers Vortrag ist im Rahmen der Gedenkveranstaltung der Eifelvereins-Ortsgruppe Daun am Sonntag, 13. Juli, um 15 Uhr im Forum Daun zu hören. Der Eintritt ist frei.