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Erinnerungen an die Verschollenen

Erinnerungen an die Verschollenen

Einst war die Galerie Norbert Blaeser in Düsseldorf und Regensburg beheimatet. Seit 2000 hat sie ihr Domizil im Haus der Akademie für Bildende Kunst Vulkaneifel, deren Betreiber ebenfalls die Familie Blaeser seit 1987 ist. Jetzt zeigt das Kunsthaus vom 12. Juni bis 13. Juli eine Ausstellung im Forum Daun.

Daun. (red) Werke der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen von Malern der so genannten verschollenen Generation sowie von Künstlern der Galerie und Dozenten der Akademie Vulkaneifel werden einen Monat lang präsentiert.Mit dem Begriff "Verschollene Generation" werden die Künstler der 1920er- und 1930er-Jahre bezeichnet, die zu ihrer Zeit angesehene, renommierte Maler waren, Professuren innehatten, Würdigungen in Museen fanden, jedoch unter den Nationalsozialisten Malverbot bekamen, als entartet galten und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr Fuß fassen konnten.Nach dem Krieg den Anschluss nicht gefunden

Viele der Maler und Bildhauer arbeiteten im Verborgenen weiter, waren jedoch nach dem Krieg gebrochene Menschen, die nach 1945 buchstäblich in Vergessenheit gerieten, da sich die Welt, die Kunst und ihr Markt radikal verändert hatten.Diesen Malerinnen und Malern gilt seit vielen Jahren ein besonderes Augenmerk der Galerie Norbert Blaeser. Einige Nachlässe dieser zum Teil hervorragenden Künstler/innen, unter anderem der von Bruno Krauskopf und Maria von Heider-Schweinitz, werden von den Galeristen betreut, die erfolgreich daran arbeiten, ihnen ihren bereits schon einmal innegehabten Stellenwert zurückzuerobern.Eine Auswahl von Werken dieser Maler aus den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts wird durch zeitgenössische Malerei und Skulptur abgerundet. Gezeigt werden. Pastelle und Bronzen des Franzosen Henri Didonet, Skulpturen der Schweizerin Janni Weibel, Gemälde und Grafiken der Österreicher Fritz Baumgartner, Peter Proksch und Anton Kitzmüller, Zeichnungen der aus Israel stammenden Ruth Schloss, des Deutsch-Italieners Christian Peschke, der Berliner Roland Nicolaus und Mideele Schade und vielen anderen. Die Ausstellung ist vom 12. Juni bis 13. Juli im Forum Daun zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr und Sonntag 10 bis 13 Uhr; in der Volksbank, Abt-Richard-Straße 13: Montag bis Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Donnerstag bis 18 Uhr. Der Eintritt zu allen Ausstellungen ist frei.