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Erklärung und Textausschnitt zu Joseph Meyer, der über Duppach dichtete

Dorfgeschichte : Wer die Sage zur Gründung des Dorfes Duppach schrieb

Im Dorfgemeinschaftshaus in Duppach ist ein eindrucksvolles Wandrelief zu betrachten, das an einen Bürger der Gemeinde erinnert - an Joseph Meyer, der auch unter den Namen Bruder Wendelin und Jodokus bekannt wurde.

Im Dorfgemeinschaftshaus in Duppach ist ein eindrucksvolles Wandrelief zu betrachten, das an einen Bürger der Gemeinde erinnert - an Joseph Meyer, der auch unter den Namen Bruder Wendelin und Jodokus bekannt wurde.

Am 27. Mai 1857 wurde er in Duppach geboren und trat mit 30 Jahren in den Orden der Steyler Missionare ein. Dort erhielt er den Namen „Wendelin“. Er wurde mit der Verbreitung der hauseigenen Schriften betraut. Erstmals schrieb er eigene Beiträge für den Steyler Kalender und die „Stadt Gottes“. 1895 entsandte ihn der Ordensstifter Arnold Janssen nach Nordamerika, wo Josef Meyer die Missionsstation Techny/Illinois mitbegründete.

Trotz aller hektischen Betriebsamkeit der Gründungs- und Aufbaujahre in den USA fand er noch Zeit, sich literarisch zu betätigen. Kurz vor seinem Tode - am 21. Januar 1927 in Roswell – erschien unter dem Pseudonym „Jodokus“ sein Gedichtband.

„Frohe Sänge“ nannte er dieses 200 Seiten umfassende Werk, eine Fundgrube amüsanter und beschaulicher, lustiger und besinnlicher Eifelgedichte, Lieder und Gebete wie auch Sagen und Legenden. Hunderte wurden es, in Deutsch und Englisch, in Lied- und Dialektform. Heute sind diese alle eine reiche Quelle an Volkstum, Sagen und mündlichen Erzählungen, die er als Kind in reichem Maße in seinem Eltern- und Bekanntenkreis, im Dorf Duppach hören und erfahren durfte.

Für uns Heutige wertvolle, erhaltenswerte Überlieferungen aus unserem Eifelraum, die sonst möglicherweise verlorengegangen wären.

Von diesem Missionar, Poeten und Künstler stammt auch eine Sage, die von der Gründung des Dorfes Duppach berichtet (siehe Extra).