Erst der Schredder, dann die Teermaschine

Das Warten hat ein Ende: In diesem Jahr wird die Holperstrecke K 33 zwischen dem Spielplatz Pelm und der Kasselburg ausgebaut. Zur Vorbereitung wurde nun entlang der Straße gerodet.

Forstunternehmer Tim Schwarzer ist mit schwerem Gerät angerückt, um die Bäume und Sträucher entlang der maroden K 33 zu beseitigen. TV-Foto: Mario Hübner

Pelm. Die Kreistraße 33 führt von Pelm nach Gerolstein-Bewingen und mündet beim Industriegebiet Gerolstein in die Landesstraße 29. Auf dem Serpentinenabschnitt zwischen dem Spielplatz in Pelm und der Kasselburg befindet sich die Straße in einem äußerst schlechten Zustand: Flächendeckend weist die Fahrbahndecke Risse, Setzungen und teilweise auch tiefe Schlaglöcher auf, von denen die vielen Autofahrer, die die Strecke täglich nutzen, ein Liedchen singen können. Und nach dem aktuellen Winter ist es noch schlimmer geworden.

Da nach Ansicht des Kreises bloße Unterhaltungsmaßnahmen unwirtschaftlich sind, "macht nur ein vollständiger Ausbau dieses rund 900 Meter langen Streckenabschnitts Sinn", sagt Kreissprecherin Verena Bernardy auf TV-Anfrage. In diesem Jahr soll es nun so weit sein. Bernardy: "Der Landkreis Vulkaneifel beabsichtigt, die K 33 auf dem beschriebenen Streckenabschnitt in diesem Jahr verkehrsgerecht auszubauen." Die rund 300 000 Euro, die das Vorhaben nach aktueller Einschätzung kosten soll, sind im Haushaltsplan des Kreises für dieses Jahr drin. Laut Bernardy ist eine 79-prozentige Landesförderung (237 000 Euro) beantragt worden. Der Kreisanteil würde demnach bei 63 000 Euro liegen.

Mit Blick auf die Haushaltssituation des Kreises sagt Bernardy aber auch: "Ein Ausbau der K 33 wird nur durchgeführt, wenn die Landesmittel bewilligt werden." Auch der Baustart hänge demnach davon ab, wann das Ja aus Mainz komme.

Geäst wird zu Holzhackschnitzeln



Vorgesehen ist, dass einige Engstellen der Straße verbreitert werden. Das ist mit einigem Aufwand verbunden, da das Gelände steil abfällt. Demnach muss an besagten Stellen in die Böschung gegraben werden. Zudem sollen die Kurven verbreitert und somit entschärft, Entwässerungsgräben erneuert sowie die Fahrbahn erneuert werden. Das soll im sogenannten Hocheinbau erfolgen, bei dem eine neue Trag- und eine neue Deckschicht aufgebracht werden.

Schon jetzt wurde als Vorbereitung auf den eigentlichen Ausbau das Areal entlang der Straße gerodet beziehungsweise zurückgeschnitten.

Dafür ist Forstunternehmer Tim Schwarzer mit schwerem Gerät angerückt. Er berichtet: "Wir entfernen die Bäume, deren Äste bereits in den Straßenbereich ragen, und haben in Absprache mit der Landespflege auch bestimmte Areale freigeschnitten, damit die übrige Vegetation wieder wachsen kann und zur Geltung kommt." Doppelt positiver Effekt: Das Geäst wird vor Ort geschreddert und zu Holzhackschnitzeln verarbeitet, die wiederum an ein heimisches Unternehmen verkauft werden. "Ist doch sinnvoll, oder?", sagt Schwarzer - und schiebt weitere Äste in Richtung Greifarm, der zupackt und den Schredder weiter füttert.