Erste Genossenschaftsmesse in Daun

Genossenschaften : Ein großes Forum fürs Kulturerbe

Beim verkaufsoffenen Sonntag wurde in Daun die erste Genossenschaftsmesse ausgerichtet.

Noch bevor die Geschäfte in Daun ihre Türen am Sonntag öffneten, gab es am Vormittag zunächst zwar noch zögerlich, aber zum späteren Zeitpunkt immer mehr Besucher im Forum. Denn dort zeigten neun Genossenschaften aus der Region (siehe Extra) ihre vielfältigen Tätigkeiten und Ideen.

Veranstalter war die Volksbank RheinAhrEifel, die im Foyer des Forums mit einer Ausstellung des Gründervaters der Genossenschaften, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, gedachte, der in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden wäre.

Die Geschäfte hatten wegen der kühlen Temperaturen einiges zu tun, während es draußen weniger Besucher gab, als erwartet. Foto: Lydia Vasiliou

„Seit mehr als einem Jahrzehnt beteiligen wir uns immer am verkaufsoffenen Sonntag in Daun mit verschiedenen Aktionen“, sagte Thomas Klassmann von der Volksbank RheinAhrEifel, in diesem Jahr sei es erstmals die Genossenschaftsmesse. Bemerkenswert sei die Vielfalt der Themen, in denen heute die Genossenschaften tätig seien, sagte Klassmann. In Deutschland gebe es rund 8000 Genossenschaften, „sie sind ein umfangreicher Wirtschaftsfaktor in der Region“.

Auch die Eifeler Miniköche zeigten bei der Genossenschaftsmesse im Dauner Forum, was sie können. Foto: Lydia Vasiliou

Vom Leben und Wirken Raiffeisens berichtete Walter Krupp von der Akademie der Genossenschaften in Montabaur in seinem Vortrag und klärte auf, dass auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vermerkt sei, die Genossenschaften zu stärken. Zudem seien die Idee und Praxis der Organisation Genossenschaft seit November 2016 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen worden.

„Wir sind hier, um unsere Genossenschaft zu präsentieren, das Umfeld der Sorge für die Bewohner und die Bürger“, betonte der Gillenfelder Bürgermeister Karl-Heinz Schlifter, „aber natürlich auch, um die restlichen Wohnungen des Florinshofes zu vermarkten“. Während die Interessenten sich also informieren ließen in den warmen Räumen des Forums und Wasser, Kaffee oder kleine Köstlichkeiten der Eifeler Miniköche und Ziegenkäse probieren durften oder sich auch an Blutdruckmessungen am Stand einer Apotheke und vielem mehr beteiligen konnten, war an den Ständen auf den Straßen Dauns weniger los. Warm eingepackt saßen hoffnungsvolle Verkäufer mit ihren Flohmarktartikeln an den Straßenrändern.

Genügend Betrieb gab es aber in den Geschäften, die ab 13 Uhr geöffnet hatten. „Für uns ist das Wetter gut, wir sind sehr zufrieden und haben reichlich Zulauf“, sagte Hans-Joachim Dietrich vom Kaufhaus Minninger in der Leopoldstraße.

„Die Leute sind noch nicht an die Kälte gewöhnt“, meinte ein Passant. Die große Verlosung des Gewerbevereins, bei der ein echter Goldbarren zu gewinnen war, lockte noch mehr Besucher an. Sie fand gegen Ende des verkaufsoffenen Sonntags im - angenehm geheizten - Forum statt.

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