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Erweiterung wird teurer als geplant

Erweiterung wird teurer als geplant

Der Kindergarten Uersfeld wird seit Mitte 2009 durch einen Anbau an die Grundschule Uersfeld um zwei Gruppen erweitert. Mittlerweile steht fest: Der Kostenrahmen von 460 000 Euro wird nicht eingehalten.

Uersfeld. "Bei den ersten Zahlen hieß es noch, dass großzügig kalkuliert worden wäre und es wohl deutlich billiger würde. Es wurde uns auch nachher gesagt, dass man unheimlich gut in den Kosten liege. Das ist wohl jetzt nicht mehr der Fall", stellt Wilhelm Leichsenring, Bürgermeister von Höchstberg, fest. Gemeinsam mit Amtskollegen hat er sich in Uersfeld über den Stand des Anbaus des Kindergartens in Uersfeld informiert, an dem sich neben Höchstberg weitere 13 Ortsgemeinden beteiligen.

460 000 Euro waren veranschlagt für das Vorhaben, nun aber steht fest, dass mehr Geld investiert werden muss - nach TV-Informationen zwischen 50 000 und 60 000 Euro.

Dass der Kindergarten in Uersfeld mit 117 Kindern überfüllt und zu klein ist, wissen alle Verantwortlichen. Deshalb wurde auch entschieden, den Kindergarten mit seinen fünf Gruppen um einen Anbau an der gegenüberliegenden Grundschule Uersfeld um zwei Gruppen zu erweitern. Anfang Juli war Spatenstich und die Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau, der durch einen Verbindungsgang mit der Grundschule verbunden sein wird. Die geplanten Investitionskosten wurden zuerst mit 460 000 Euro angegeben.

Der Bund und das Land haben eine Förderung von 166 000 Euro genehmigt und der Kreis Vulkaneifel gibt weitere 114 500 Euro hinzu. Für die 14 Gemeinden, deren Kinder den Kindergarten "Regenbogen" in Uersfeld besuchen, verblieb so eine Summe von 177 500 Euro, die entsprechend der den Einwohnerzahlen der Orte aufgeteilt werden soll.

Doch inzwischen ist klar, dass der Erweiterungsbau des Kindergartens teurer wird, was nicht überall auf Verständnis bei den betroffenen Gemeinden stößt. Vor allem bei Wilhelm Leichsenring: "Wir hatten im Gemeinderat im vergangenen Jahr dafür kämpfen müssen, dass die Kosten für den Kindergarten genehmigt werden. Jetzt ist die Enttäuschung groß, dass es teurer wird."

Auch Walter Eich, Bürgermeister von Mannebach, ist nicht begeistert: "Das ist eine Entwicklung, die für die Ortsgemeinden nicht erfreulich ist." Mehrkosten verursacht unter anderem der geplante Verbindungsgang zwischen Kindergarten und Schule. "Das darf nicht aus dem Ruder laufen, der Verbindungsweg muss im finanziellen Rahmen bleiben", mahnt Walter Eich an.

Zusätzlich wird auf Wunsch der Kindergartenleitung eine Fußbodenheizung statt einer konventionellen verlegt, der Verbindungsweg muss wahrscheinlich mit Fenstern ausgestattet werden, die Einrichtung und Brandschutzmaßnahmen in den neuen Räumen wurden verbessert. Ob die 14 Gemeinden die Mehrkosten mittragen, steht noch nicht fest. Sie beraten darüber erst in den jeweiligen Ratssitzungen.