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Es begann mit einem Provisorium

Es begann mit einem Provisorium

Die ersten Kreisverkehre sind schon mehr als 100 Jahre alt und weltberühmt, wie beispielsweise der um den Arc de Triomphe in Paris. In Deutschland gab es kurz nach dem zweiten Weltkrieg eine kurze Blütezeit dieser besonderen Art der Kreuzung, die dann aber zugunsten von Ampelkreuzungen bis in die 90er Jahre hinein weitgehend in Vergessenheit geriet.

Einzig in Trier gab es mit den großen Verteilerkreisen im Nor-den - nahe Nells Park - und im Süden - bei den Kaiserthermen, zwei sogenannte Kreisverkehrsplätze. Ansonsten war die Region bis 1999 weitgehend frei von Kreiseln. In jenem Jahr begann in Bitburg an der Kreisverwaltung ein Modellprojekt mit einem "Minikreisel", der die Ampel an einer Kreuzung ersetzte, über die täglich 18 000 Auto rollen. Zu diesem Zeitpunkt gab es in der Straßenverkehrsordnung nicht einmal ein Schild, das auf Kreisverkehre hinweisen konnte. Auch das wurde in Bitburg provisorisch genehmigt und als Kreis aus weißen Pfeilen auf blauem Grund im Dezember 2000 in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen. Von dort aus trat der Kreisverkehrsplatz seinen Siegeszug in der Region an.
Bitburg ist zwar immer noch die Stadt mit den meisten Kreiseln in der Region, aber die anderen Orte haben aufgeholt. Das gilt nicht nur für die Zahl der Kreisel, sondern auch für deren Gestaltung. Inzwischen sind viele Kreisel in der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück wahre Schmuckstücke. Wir können hier zwangsläufig leider nur eine kleine Auswahl wichtiger Kreisel der Region zeigen. lars