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"Es ist wieder was los in der Stadt"

"Es ist wieder was los in der Stadt"

Wieder zurück: Nach der "Zwangsaussiedlung" an die alte Molkerei hat die Rallye Oberehe am Wochenende Start und Ziel mit dem großen Fahrerlager wieder unweit der Markhalle aufgeschlagen. Dort waren die Umbauarbeiten abgeschlossen worden, was vor allem den Geschäftsleuten sichtlich zugute kam.

Hillesheim. Die bundesweit bekannte deutsche Krimi-Hauptstadt hat ihre Rallye wieder zurück. Nach den langwierigen Umbauarbeiten in der Innenstadt und dem dadurch bedingten Umzug auf das Gelände der alten Molkerei durfte die 45. Auflage der "Oberehe" mit ihrem großen Teilnehmer- und Zuschauertross in diesem Jahr wieder "Heimatluft" schnuppern.Dank an die "Gasteltern"


Dennoch versäumte es Wolfgang Bürgel, der Vorsitzende des Gastgebenden Motorsportclubs Oberehe, nicht, sich bei den zwischenzeitlichen "Gasteltern" zu bedanken. Der Eifeler Unternehmer Robert Vietoris, der die dortige Immobilie und das Gelände erworben hatte, stellte den Motorsportfreunden aus Oberehe das Areal zwischenzeitlich zur Verfügung. "Ansonsten hätten wir unsere Veranstaltung absagen müssen", bekannten die MSC'ler freimütig.
Viele Geschäftsleute und Hoteliers sind jetzt froh mit der Rückkehr der Rallye. So wie beispielsweise Irene Kloep von der "Hillesheimer Kaffeestuv", die sich am Rallye-Wochenende über ein volles Haus und viele Tagesgäste im Lokal und auf der Terrasse freuen durfte. "Das Haus ist voll, größtenteils sind das Rallyefahrer und ihre Angehörigen. Viele sind schon seit Jahren Stammkunden und buchen immer schon für das nächste Jahr." Es sei auch gut, dass das Zentrum der Rallye wieder an den Marktplatz zurückgekehrt sei, "Dadurch ist deutlich mehr los in der Stadt."
Ähnlich sieht man die Ausgangslage auch im Hotel Augustinerkloster, wo man sich am Empfang ebenfalls lobend über die Veranstaltung der Motorsportfreunde aus Oberehe äußert. "Wir haben viele Zimmer belegt mit Teilnehmern oder Besuchern von der Veranstaltung. Gerade in den Ferienmonaten sind das feste Gäste-Kontingente, mit denen man kalkulieren kann."
Doch nicht nur das Hotel- und Gaststättengewerbe profitiert von den Motorsportlern an diesem Wochenende. "Die kommen nicht nur gucken, die kaufen auch", bestätigt Waltraud Tombers vom "Outdoor Eifelsteig." Rallyefreunde seien ja Menschen, die sich viel in der Natur aufalten und gegen alle Witterungs-Einflüsse gewappnet sein müssten. Die fänden bei ihr, was sie brauchten.
Und für die Rallye hat sie sowieso viel Sympathie übrig, nicht nur weil sie dadurch zusätzliche Einnahmen hat. "Wenn ich heute nicht arbeiten müsste, würde ich mir das auch ansehen."
Das hätte auch die Motorsport-Begeisterte Verbandsbürgermeisterin Heike Bohn sicher (wieder) gerne gemacht am Wochenende. Da die Verwaltungschefin aber bereits im Urlaub weilt, hat sie die Rallyefreunde zumindest in einem Grußwort bedacht, das Oberehe-Klubchef Wolfgang Bürgel von der Startrampe dem Publikum nicht vorenthielt.
Fast 300 Helfer hat der MSC Oberehe in diesem Jahr rekrutieren müssen. Auch weil die Veranstaltung einen sportlich höheren Wert hat als in den Vorjahren und dadurch mehr Kilometer von den Teilnehmern absolviert werden mussten.
In Niederbettingen, Büscheich und Berlingen profitierten davon auch die örtlichen Vereine, die mit Imbiss- und Getränkeständen für die Bewertung der Fans sorgten. Und davon waren am Samstag bei strahlendem Sommerwetter sehr viele unterwegs. Mehr über die Rallye im
Sport Seite 21