Ex-Stadtbürgermeister wehrt sich gegen Vorwürfe der Grünen

Ex-Stadtbürgermeister wehrt sich gegen Vorwürfe der Grünen

Der Umbau der Kyll in Gerolstein sorgt nicht nur immer wieder für hitzige Diskussionen im Stadtrat. Auch der frühere Stadtbürgermeister Bernd May meldet sich nun zu Wort. Er hält ihn betreffende Vorwürfe der grünen Stadtratsfraktion für "völlig haltlos".

Gerolstein. Bernd May, in dessen Amtszeit als Gerolsteiner Stadtbürgermeister (2010 bis 2014) schon über das Drei-Millionen-Projekt Kyllumbau beraten wurde, stößt sich an Vorwürfen, die das grüne Stadtratsmitglied Tim Steen in der jüngsten Sitzung des Rats in der vergangenen Woche geäußert hatte.
Im Bericht des Trierischen Volksfreunds über die Diskussion um den Kyllumbau war Steen so zitiert worden: "Dem Stadtrat sei vom damaligen Stadtbürgermeister Bernd May und dem damaligen Bauamtsleiter Klaus Jansen ein Beschluss untergeschoben worden, der die Stadt viel Geld koste, sie an ein Planungsbüro binde und somit keinen Wettbewerb ermögliche."
Das will May nicht auf sich sitzen lassen. Er verweist auf eine Beschlussfassung des Stadtrats vom 3. April 2014. In den Beratungen über das Projekt "Stadt im Fluss" habe Steen schon damals moniert, dass bisher nur Gespräche mit dem Büro Reihsner geführt worden sind, und den Antrag gestellt, weitere Angebote für die Planung und Ausführung der Maßnahme einzuholen, sagt May. Der Antrag sei aber abgelehnt worden.
Der Beschlussvorschlag für die damalige Stadtratssitzung sei aber um den von Steen "explizit monierten Inhalt" erweitert worden: Nämlich dass die Beauftragung nur bis zur Genehmigungsplanung erfolge und weitere Phasen erst beauftragt würden, wenn die Maßnahme bewilligt sei.
In der Sitzung im April vor zwei Jahren habe Steen den gleichen Antrag wie in der Sitzung des Bauausschusses im Februar 2014 gestellt, der aber erneut abgelehnt worden sei. "In Anbetracht dessen, dass Tim Steen als Ratsmitglied an der Stadtratssitzung teilgenommen, die Beratungen live miterlebt und sogar erneut den beschriebenen Antrag gestellt hat, finde ich es unredlich, wenn er nun rund zwei Jahre später behauptet, dass ihm und dem Stadtrat damals ein Beschluss ,untergeschoben' worden sei. Das ist definitiv falsch und unwahr", sagt May.
Der damalige Beschluss des Rats habe "eindeutig nur bis zur Genehmigungsplanung beauftragt und zweifelsfrei festgelegt, dass weitere Phasen erst beauftragt werden, wenn die Maßnahme bewilligt ist." Für May sind Steens "Unterstellungen und Vorwürfe Herrn Jansen und mir gegenüber völlig haltlos."