EXTRA: Kritik der Umweltschützer: Landschaft wird zerstört

EXTRA: Kritik der Umweltschützer: Landschaft wird zerstört

Norbert Leinung, dem Vorsitzenden der Bund (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)-Kreisgruppe Daun, passt die Genehmigung weiterer Abbauflächen gar nicht. Er findet harsche Worte: "Mit dem Argument Arbeitsplätze wird derzeit alles platt gemacht. Seitens der Kommunalpolitiker ist nicht zu erwarten, dass sie langfristig planen und etwas für die Region tun. Hier zählt auch nur der schnelle Euro." Die Frage sei, wie die Region in 50 Jahren aussehe: keine Berge, kein Kalk, keine Arbeitsplätze und keine Touristen mehr, eben nur noch zerstörte Landschaft. Durch Rohstoffgewinnung verschwinde in der Vulkaneifel pro Jahr ein Berg. Diese Kritik brachte Leinung auch vor den Genehmigungen als Eingabe ein. Bei den weiteren elf Hektar für die Grube Berndorf/Kerpen fürchtet er um den Weinberg. Bei den genehmigten zwölf Hektar als Erweiterung der Grube Meerbüsch IV (gegenüber des Ortsteils Nollenbach) bei Üxheim sieht der Bund erhebliche Beeinträchtigungen von Natur, Wald und Wasser. Ein hydrologisches Gutachten sollte sicherstellen, dass der Nollenbach durch den Abbau nicht negativ beeinflusst wird. "Wir sind keine Naturräuber", hält Gisela Carnessali, Seniorchefin von Wotan-Zement und Müller-Kalk dagegen. Die Renaturierung sei gesetzlich verpflichtend. Zudem seien viele Geopunkte nur dem Abbau zu verdanken.