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Falsche Fährten, viele Leichen

Falsche Fährten, viele Leichen

GEROLSTEIN. (vog) Maden im Nobelrestaurant, realistische Kriminalbiologie und fiktive Krimiliteratur: Kriminalbiologe Mark Benecke und Krimiautor Ralf Kramp boten im Hotel Calluna in Gerolstein eine "Tatort Eifel"-Show der besonderen Art.

"Ich kannte beide aus ihren Büchern, aber das Live-Erlebnis ist nicht zu toppen", sagt Sabine Crefeld zur Tatort-Eifel-Show. Thomas Wilkenig ist wie weitere 80 Gäste von der " tollen Kombination" begeistert. Kriminalbiologe Mark Benecke, bekannt als "Maden-Doc", hält mit seinem Wissen über den Insektenbefall von Leichen nicht hinterm Berg. Die Zuschauer vergessen während des Vortrags das Nobelrestaurant um sie herum und sehen sich Bilder verwesender Leichen an. Der 35-jährige Kriminalbiologe versteht sich auf das Spiel mit Kontrasten. Mit kernigen Sprüchen lässt er die Zuhörer den Ekel überwinden und in Gelächter ausbrechen. Eine Leinwand zeigt das Bild einer Leiche, die in einer Biotonne steckt. Benecke fand an ihr Stubenfliegen-Maden und den Flügel eines Käfers, der nur in Gebäuden lebt. Indizien, dass die Leiche vorher in einem Keller gelegen hat - wichtige Hinweise für die Ermittler der Polizei. Autor Ralf Kramp schickt die Zuhörer derweil in den fiktiven Bereich des Krimi-Genres. Auch er spielt mit den Vorstellungen des Publikums. In drei Kurzgeschichten führt er die Zuhörer zuerst auf eine falsche Fährte, damit das Finale umso überraschender wird. Überraschung am Ende also beim "Maden-Doc" und beim "Meuchelmörder". Doch wirklich ruhig wird es um Benecke, der stets im "Schlüter-Tempo" redet, nicht. Er entlässt das Publikum mit dem Tipp: "Sie brauchen keine Angst vor dem Tod zu haben. Da kommt noch was, in einigen Fällen nämlich der Kriminalbiologe". Mehr Tatort Eifel SEITE 25