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Fast-Food-Restaurant in Daun

Gastronomie : Kommt der „King“ nach Daun?

In Daun wird über die Ansiedlung eines Fast-Food-Restaurants spekuliert. Völlig abwegig scheint das nicht, allerdings hält sich Burger King zur Anfrage aus der Eifel noch bedeckt.

Die Kreisstadt hat bereits eine breite Palette an Gastronomie: Vom Döner auf die Hand bis zum gehobenen Restaurant ist – fast – alles vorhanden. Was fehlt, ist die so genannte Systemgastronomie. So werden Fast-Food-Ketten wie McDonald‘s, Subway oder Pizza Hut genannt. Bislang ist in der Vulkaneifel nur Gerolstein mit einem derartigen Angebot (McDonald‘s) für Menschen ausgestattet, die es eilig haben und hungrig zugleich sind. Subway hatte dort auch eine Filiale, allerdings nicht sehr lang.

Nun schießen in Daun seit Kurzem Spekulationen um einen Burger King ins Kraut. An der Bonner Straße, wo der Auto- und Reifenservice Autohaus Knötgen beheimatet ist, steht seit einiger Zeit direkt daneben ein Geschäftsraum frei, für den eine Nachnutzung gesucht wird. „Da wir nach dem Verkauf der Brotfabrik unser dort untergebrachtes Lager räumen und nach Gillenfeld in das ehemalige Lager der Bundeswehr ziehen, werden die Räume frei“, sagt Andreas Holzhäuser, Eigentümer der Immobilie und Mitgeschäftsführer der Vulcano Brennstoffe GmbH, die dort ebenfalls ihren Geschäftssitz hat. Bereits Ende März erfolgt der Umzug, „dann haben wir alles zusammen an einem Standort“. Lediglich luftgetrocknetes Brennholz werde weiterhin in der Bonner Straße gelagert.

Ob aus dem in Daun leerstehenden Gebäudeteil ein Schnellrestaurant wird, „ist reine Spekulation. Wir haben bei Burger King angefragt. Noch ist jedoch überhaupt nichts spruchreif. Wir warten auf eine Antwort“, erklärt Holzhäuser. Er findet, dass eine Systemgastronomie gut an den Standort passe. „So etwas gibt es in Daun noch nicht, zudem ist unser Gelände für einen solchen Zweck direkt an der Umgehungsstraße sehr verkehrsgünstig gelegen. Und eventuelle Umbaukosten dürften sich in einem vernünftigen Rahmen bewegen.“ Doch ob und wie umgebaut werde, hänge natürlich von der konkreten künftigen Nutzung ab. Klar ist nur: Es soll nicht verkauft, sondern vermietet werden. „Wenn wir in etwa zwei Monaten immer noch nicht genau wissen, ob es mit Burger King weitergeht, greift ein anderer Plan“, meint der Eigentümer. Denn es gebe ernsthafte andere Interessenten für das Areal, die jedoch derzeit nicht genannt werden könnten.

Aussichtslos ist der Plan einer Restaurant-Ansiedlung jedenfalls nicht: „Wir sind auf Expansionskurs und wollen von derzeit 700 Filialen in Deutschland auf 1000 wachsen“, teilt eine Unternehmenssprecherin von Burger King mit, „und da kommen auch ländliche Gebiete in Frage.“ In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit rund fünfzig Filialen, darunter je eine in Bitburg, Wittlich, Mayen und Bad Neuenahr. Immer geht eine Einzelfallprüfung voran, die vor allem wirtschaftliche Aspekte abfragt: „Wie groß ist das Einzugsgebiet, wie die Bevölkerungsdichte, wobei eine touristische Frequentierung einbezogen werden kann.“ Auch ob Einkaufszentren oder Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe sind, sei mit ausschlaggebend. Nicht nur Burger King selbst sei von sich aus auf der Suche nach weiteren Standorten, interessierte Franchise-Nehmer könnten sich mit ihrem Standortvorschlag an den Konzern wenden. „Von der Baugenehmigung bis zur Fertigstellung einer Filiale geht es in der Regel schnell, oft dauert es nur drei Monate“, skizziert die Sprecherin einen möglichen Zeitrahmen. Zur konkreten Anfrage aus Daun jedoch macht sie keine Angaben.

Mit Burger und Pommes weiter auf Expansionskurs: Burger King will von gut 700 auf 100 Filialen aufstocken. Foto: picture alliance / dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Daun –  ein möglicher Standort für eine Burger-King-Filiale? Noch ist das nicht mehr als Spekulation. Foto: TV/Stephan Sartoris

Für Wolfgang von Wendt, Geschäftsführer des Gewerbe- und Verkehrsvereins (GVV) Daun, ist Daun in Sachen Gastronomie,„was die Zahl angeht, eigentlich gut bestückt. Ich sehe jedenfalls keine Lücke“. Allerdings könnte ein Burger King mehr junges Publikum anziehen, „was für die Stadt sicher auch nicht schlecht wäre.“