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Ferienpark Falkenlay soll 2013 eröffnen

Ferienpark Falkenlay soll 2013 eröffnen

Von der Förderung hing alles ab: 3,12 Millionen Euro zahlen die Europäische Union und das Land Rheinland-Pfalz für eine Seilbahn zwischen Bad Bertrich und dem Ortsteil Kennfus, wo bis Ende nächsten Jahres der Ferienpark Falkenlay entstehen soll (der TV berichtete). Nun gehen die Planungen für den Ferienpark in die Endphase.

Bad Bertrich. Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeiten die Kommunen und die VG Ulmen auf dieses Ziel hin, jetzt scheint der Weg frei. Insgesamt steckt die öffentliche Hand 6,5 Millionen Euro in das Projekt.
"Wir haben gezeigt, welch langen Atem die Kommunen haben. Und es hat sich gelohnt", sagte der ehemalige Verbandsgemeindebürgermeister Hans-Werner Ehrlich am Rande des Neujahrsempfangs der Stadt Ulmen am Donnerstagabend. Bereits seit 13 Jahren laufen die Verhandlungen um einen Ferienpark in Kennfus. "Wir haben alle Voraussetzungen für den Park geschaffen, jetzt sind die Investoren am Zug", sagt VG-Chef Alfred Steimers. Und diese wollen viel Geld in die Eifel bringen. Auf 80 Millionen Euro werden die Investitionen für die Errichtung des Ferienparks geschätzt. In 300 Ferienwohnungen und 100 Appartements sollen dann 460 000 Übernachtungen erreicht werden, mit 180 neuen Voll- und Teilarbeitsplätzen rechnet das Wirtschaftsministerium in Mainz - ein Wertschöpfungseffekt von 10 bis 13 Millionen Euro, rechnet das Ministerium vor.
Eine barrierefreie Pendelbahn soll es werden, die Bad Bertrich und den 200 Meter höher gelegenen Ortsteil Kennfus verbinden wird - zweieinhalb Minuten wird die Fahrt dauern, erklärt Michael Schneider von der Verbandsgemeindeverwaltung. Zudem sollen auch Fahrradfahrer die Bahn nutzen können, um ein steiles Stück des angrenzenden Radwegs überbrücken zu können. Die Stationen der bis zu 15 Personen fassenden Pendelseilbahn sollen in Bad Bertrich am Parkdeck des Thermalbads und in Kennfus im zentralen Gebäude des Ferienparks, zwischen Restaurants und Geschäften, gebaut werden. Damit gibt es eine direkte Verbindung zwischen dem Park und dem im Jahr 2010 eröffneten Thermalbad des Kurorts Bad Bertrich in der Eifel. Sogar eine überdachte Verbindung zwischen der Talstation und dem Staatsbad ist bereits geplant.
50 Häuser müssen verkauft sein


In den nächsten Wochen werden nun die Verträge mit dem niederländischen Investor geschlossen, allerdings gibt es noch keine definitive Zusage eines zukünftigen Betreibers. Alfred Steimers ist jedoch zuversichtlich, dass auch dies in kurzer Zeit erledigt sein wird. "Wir hoffen, dass der Ferienpark 2013 eröffnet wird", sagt Steimers. Damit es losgehen kann, müssen 50 Häuser, also die Hälfte der Ferienwohnungen der ersten Ausbaustufe des Parks, verkauft werden.
Wirtschaftsministerin Eveline Lemke bezeichnet die Investitionen in Bad Bertrich als Förderung der Eifel und der gesamten Region. Sie sieht darin eine Stärkung der Gesundheitslandschaft Vulkaneifel, zu der auch Daun und Manderscheid gehören.