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Ferienparks: Die Eifel-Touristen können kommen

Kostenpflichtiger Inhalt: Tourismus : Eifel-Touristen können wieder in die Ferienparks kommen - Was zu beachten ist

Am 29. Mai öffnet Center Parcs Eifel in Gunderath wieder, seit vergangener Woche ist bereits der Lindner Ferienpark Nürburgring geöffnet. Dennoch: Auf ein paar Einschränkungen müssen sich die Gäste gefasst machen.

Die Zeit, in der die Eifeler ihre Landschaft für sich fast allein hatten, ist wieder vorbei. Und sollten die Prognosen der Touristiker, die einen Boom des Inlandsurlaubs voraussagen, auch für die Eifel zutreffen, könnte es in diesem Sommer eng werden an Maaren oder auf Wanderwegen.

Denn: Nicht nur die Hotels und privaten Ferienwohnungsanbieter können ihre Pforten wieder für Besucher öffnen, auch die großen Ferienparks stehen in den Neustartlöchern. Sie bringen gerade in der Verbandsgemeinde Kelberg und damit auch dem Kreis Vulkaneifel das Gros des touristischen Umsatzes. Allein der Park in Gunderath mit 460 Bungalows verzeichnet pro Jahr weit mehr als 460 000 Übernachtungen. Er war am 16. März wegen Corona geschlossen worden.

„Wir freuen uns sehr, schon bald wieder Gäste in unseren deutschen Parks begrüßen zu dürfen“, sagt Frank Daemen, Geschäftsführer Center Parcs Deutschland.

Bei der Wiedereröffnung der Parks verfolge das Unternehmen ein ausgearbeitetes Gesundheitskonzept, das die in Deutschland geltenden gesetzlichen Anforderungen in puncto Hygiene und Gesundheitsschutz sicherstellt. Dieses beinhaltet unter anderem das Einhalten von Abstandregelungen, das Tragen von Gesichtsmasken sowie Mitarbeiterschulungen.

„Weitere Regelungen und Maßnahmen werden von den jeweiligen Parks bestimmt und angepasst. Basis ist ein strenger Maßnahmenkatalog, der die in Deutschland geltenden gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt.“ Dem entsprechend bleibe das Erlebnisbad bis auf Weiteres geschlossen, Indoor- und Outdoor-Aktivitäten wie die Kids Farm öffnen unter besonderen Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen.

Bereits seit Anfang vergangener Woche wieder geöffnet ist der Lindner Ferienpark Nürburgring in Drees, wie Ulrike Gottmanns, Leiterin Verkauf und Marketing, verkündet. Einige Teile des Angebots wie Wellness, Bar oder Kinderbetreuung sind allerdings noch nicht wieder zugänglich, auch das Park-Bistro liefert ausschließlich zur Selbstverpflegung in den angeschlossenen Ferienhäusern. „Die Gäste werden ein Stück mehr Selbstständigkeit haben. Was die Kinderbetreuung angeht, so verweisen wir zum Beispiel auf die Angebote der umliegenden Tourist-Infos.“

Eine Restriktion in der Belegungsquote – wie etwa in Hotels, die nicht voll ausgebucht werden dürfen – gibt es in Ferienparks mit separaten Häusern nicht. Eine Reduzierung der Gästezahl ergebe sich jedoch aus den strengen Hygieneauflagen: „Jedes Haus muss mindestens 24 Stunden Pause haben zwischen Abreise und Anreise, allein schon für die verschärfte Reinigung.“ Das Personal arbeite mit Mundschutz und Handschuhen, um Infektionen vorzubeugen. Aber Grund für eine negative Stimmung ist all das nicht. „Wir haben seit vergangenem Wochenende von null auf hundert viele Buchungen, die Nachfrage ist stark“, freut sich Gottmanns über ein abrupt wieder hochgefahrenes Gästeinteresse an der Eifel.

„Wir können die verlorenen zwei Monate zwar nicht nachholen, aber wir sind für den Sommer sehr optimistisch.“ Denn ab dem 15. Juni dürfen voraussichtlich auch die Stammgäste aus dem Benelux-Raum wieder frei einreisen. Und die Ferienparks gehen davon aus, auch ganz neue Gästeschichten in diesem Sommer zu erreichen und für die Eifel zu begeistern. „Wir denken da zum Beispiel an Jugendliche und sportlich aktive junge Erwachsene, die es sonst eher in den Süden zieht. Aber mit Mountainbikestrecken, Klettern oder anderen Outdoor-Actions ist die Eifel für diese Klientel sicher auch bestens geeignet und man kann sie über neue Kanäle wie Instagram gezielt erreichen.“