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Ferienspaß zwischen Buchen und Fichten

Ferienspaß zwischen Buchen und Fichten

Toben im Wald trotz eisiger Temperaturen: Bei der Ferienfreizeit der Grundschule Dockweiler haben die Kinder Tiere entdeckt, Brücken gebaut und Kräuter gesammelt.

Dockweiler. "Jeder kann die Brücke benutzen. Vielleicht bleibt sie ein paar Jahre", sagt David Scholzen. Der Achtjährige aus Kradenbach macht mit bei der Ferienfreizeit der Grundschule Dockweiler. Am Waldrand in der Nähe des Ortes haben Kinder, Lehrer und Waldpädagoge Karl-Josef Mark vom Forstamt ihr Lager aufgeschlagen. Ihre erste Mission: eine Brücke über den Bach am Wegesrand zu bauen. "Wir mussten erst die Blätter aus dem Flussbett beseitigen, damit sich der Bach nicht staut", erklärt David. Dann haben die Kinder dicke Äste gesucht und quer über das Wasser gelegt. Doch Brückenbauen ist bei weiten nicht alles, was die Kinder in der Ferienfreizeit unternehmen: Sie machen einen Ausflug zum Wildpark in Daun, besuchen den Dreiser Sprudel, bemalen Ostereier und sind natürlich auch ganz viel draußen unterwegs: Im Wald bauen sie eine Hütte, sammeln Kräuter und schnitzen Holz. "Solange wir uns bewegen, wird uns nicht kalt", sagt Jürgen Köhler, Leiter der Grundschule Dockweiler. Noch eine Lektion, die man in der Natur lernen kann. Die Ferienfreizeit ist ein Pilotprojekt, erklärt Köhler. "Wir wollten herausfinden, ob die Eltern das annehmen." Und das Projekt ist offenbar ein Erfolg:
Mehr als zehn Kinder tollen durch den Dockweilerer Wald und finden heraus, was man mit den Pflanzen und Tieren alles anstellen kann: Zum Beispiel einen Tee aus selbst gesammelten Kräutern kochen. "Die Kinder lernen, wie lange ein Mensch arbeiten muss, um in der Natur zu leben", erklärt Waldpädagoge Mark. Und dass man auch draußen eine Menge Spaß haben kann. Lucas Zinek (8) aus Dockweiler: "Ich habe schon seit zwei Tagen kein Computer mehr gespielt." sen