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Fetter Sound und magerer Besuch

Fetter Sound und magerer Besuch

Die Bilanz zum Finale des Sprudelfestes fällt durchwachsen aus: Während am Samstagabend beim ersten Live-Konzert im Lokschuppen pure Begeisterung herrschte, kam beim verkaufsoffenen Sonntag mit Autoschau kaum Freude auf. Bei launischem Herbstwetter war die Besucherresonanz gestern eher mäßig.

Gerolstein. "Das ist wohl echt fetter Sound. Die Akustik hier im Lokschuppen ist klasse", meinen zwei junge Männer. Die 21-Jährigen gehören nicht zum Stammpublikum des 58-jährigen Interpreten Klaus Lage. Sie resümieren: "Es war viel besser, als wir erwartet hatten. Einfach klasse."

Auch Kerstin Steilen aus Strohn ist begeistert: "Spitzenmäßig. Ich habe Klaus Lage zuletzt vor 20 Jahren live in Köln gehört. Aber hier ist das Ambiente und die Stimmung viel besser."

Konzertorganisator und Vorsitzender des Vereins Eifelbahn, Jörg Petry, bilanziert: "Ich bin sehr zufrieden mit den 700 Besuchern beim ersten Konzert hier im Lokschuppen." Auf die Premiere werden weitere folgen. Er verspricht: "Bereits nächste Woche werden wir uns zusammensetzen und planen." Bereits im Frühjahr könnte das nächste Konzert stattfinden. Petrys Lieblingsinterpreten dafür: Helge Schneider, Heinz-Rudolf Kunze, Bap oder die Fantastischen Vier.

Am Sonntag hatten nur die Kinder im Hallenbad vergleichbar viel Spaß. Helena (12) und Marius Kuhl (10) aus Kalenborn: "Wir sind hier, weil wir bereits bei der Piratenparty im Freibad viel Spaß hatten." Bei Wasserspielen und toller Musik amüsieren sich die Kinder zum Nulltarif. Für die fünf Euro Eintritt erhält jeder einen Gutschein, der bei einem Mitgliedsgeschäft des Gerolsteiner Gewerbevereins "Geroteam" eingelöst werden kann. Die Hallenbad-Betreiber-Gesellschaft erhält trotzdem ihren Obolus. Geschäftsführerin Elfriede Grewe: "Die Zusammenarbeit mit dem Geroteam ist grandios."

5000 Besucher bleiben ein Traum



Während die Kinder bei der Poolparty toben, können die Eltern die Herbstangebote in den Gerolsteiner Geschäften und bei den Autohändlern unter die Lupe nehmen. Allerdings geht ohne Regenschirm nichts. Das miese Herbstwetter beschert den Gerolsteinern zum verkaufsoffenen Sonntag nur mäßigen Betrieb. Die erwartete Besuchermarke von 5000 wird bei weitem nicht geknackt.

Eva Spohr interessierte das alles nicht. Die Achtjährige hat ergattert, was sie wollte. Wie eine Trophäe hält sie das Autogramm der amtierenden Miss Germany, Kim-Valerie Voigt, in den Händen. Deutschlands schönste Frau war im oberen Bereich der Fußgängerzone unterwegs.