"Feuerwehr geht alle an"

"Feuerwehr geht alle an"

"Wir wollen die Aufgabe des deutschen Feuerwehrwesens schärfen und zukunftsweisende Ideen für das Feuerwehrsystem herausstellen": Mit dieser Botschaft hatte der Deutsche Feuerwehrverband zu einem Zukunftskongress nach Berlin eingeladen. Für den Kreisfeuerwehrverband (KFV) Bitburg-Prüm nahmen der Geschäftsführer Hans Mayer und der stellvertretende Vorsitzende Lothar Hermes teil.

Berlin/Bitburg-Prüm. (red) Die freiwillige Feuerwehr im ländlichen Raum muss eine enorme Herausforderung bewältigen. Denn immer weniger Kinder und Jugendliche wachsen nach, immer weitere Wege müssen zurückgelegt werden. "Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Bitburg-Prüm muss seine fundamentale Verbandsarbeit strategisch ausrichten, damit er den Feuerwehren und den kommunalen Aufgabenträgern helfen kann, das historisch gewachsene und bewährte System der flächendeckenden Gefahrenabwehr weiterhin leistungsfähig zu erhalten", findet Hans Mayer, Geschäftsführer des KFV Bitburg-Prüm.Gewachsene Strukturen müssen sich verändern

"Wir können den zukünftigen Wandel in unserer Gesellschaft und damit speziell im Feuerwehrwesen nicht verhindern. Wir können aber rechtzeitig damit beginnen, uns diesen Herausforderungen zu stellen", sagt er. Eine Veränderung gewachsener Strukturen werde nicht zu vermeiden sein."Wir sind uns dessen bewusst, dass das reine Prinzip der Ehrenamtlichkeit zur vorrangigen Bewältigung der Tagesalarm-Sicherheit künftig immer schwerer zu verwirklichen sein wird. Deshalb müssen für alle Beteiligten tragfähige Lösungen zur Sicherstellung des Bevölkerungsschutzes erzielt werden", sagt der stellvertretende Vorsitzende Lothar Hermes.Für den Bereich der Feuerwehren müsse zunehmend darauf geachtet werden, dass das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrangehörigen noch leistbar bleibt. Die Rahmenbedingungen müssten dem Zeitwandel unseres gesellschaftlichen Lebens angepasst werden, so Hans Mayer.Männer und Frauen, die in der Hilfe für andere Menschen ihre eigene körperliche und seelische Unversehrtheit riskieren, haben laut Ansicht des KFV einen Anspruch auf optimale Prävention und eine bestmögliche Absicherung im Schadensfall. Mayer: "Wir setzen uns dafür ein, dass bestehende präventive, medizinische und soziale Angebote für die Feuerwehrangehörigen erhalten bleiben und für neue Risiken wirksame Lösungen gefunden werden."Auch sei bei Lehrgängen, auch vor dem Hintergrund des wichtigen und gewollten Anstiegs des Frauenanteils in Feuerwehren, beispielweise an eine Betreuung von Kindern zu denken, findet Mayer. Der KFV Bitburg-Prüm wird seine Öffentlichkeitsarbeit in den nächsten Wochen und Monaten auf eine breiter angelegte Info-Kampagne unter der Überschrift "Zukunft der Feuerwehr im ländlichen Raum" auslegen. Hermes: "Die Feuerwehr geht uns alle etwas an. Deshalb laden wir die Menschen in unserer Region ein, der Institution Feuerwehr in unterschiedlicher Weise zu helfen. Dabei ist uns der Meinungsaustausch besonders wertvoll, weil wir daraus neue Konzepte erarbeiten können."Kontakt: KFV Bitburg-Prüm, Langheck 12, 54636 Biersdorf am See; E-Mail-Adresse: Hans.Mayer@kfv-bitburg-pruem.de.

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