Feuerwehr

Zum Artikel "Brand zerstört Existenz eines Landwirts" (Trierischer Volksfreund vom 22. Februar):

Im TV erschien am 22. Februar 2016 ein Artikel über den Brand des Bauernhofes von Robert Schönecker aus Hersdorf. Aussagen in diesem Schreiben des Verbandsbürgermeisters Aloys Söhngen zu Anschaffungs- und Unterhaltskosten von Atemschutzgeräten für die Freiwillige Feuerwehr Hersdorf sind falsch, beziehungsweise nicht nachvollziehbar. Herr Söhngen hierzu: "Da nutzte es auch nichts, dass die Hersdorfer Geld gesammelt hatten, um sich an der Anschaffung solcher Geräte zu beteiligen. Die Geräte müssen nach jedem Einsatz und jeder Übung gewartet werden. Das zieht Folgekosten nach sich". Die Hersdorfer Feuerwehr bekam im Jahr 2012 ein neues Einsatzfahrzeug welches für die Aufnahme von Atemschutzgeräten vorgesehen ist, aber leider ohne diese ausgeliefert wurde. Acht ausgebildete Atemschutzträger hat Hersdorf zur Zeit, die regelmäßig Übungen durchführen. Durch Eigeninitiative der Feuerwehr wurden Gelder gesammelt, die in der Höhe ausreichend waren, die kompletten Anschaffungskosten abzudecken und nicht, wie Herr Söhngen sagt "sich zu beteiligen". Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist für mich die Aussage über die Folgekosten. Wird in einem Einsatz oder einer Übung Atemschutz benötigt, ist es im Anschluss doch völlig egal, von welcher Feuerwehr Atemschutzgeräte gewartet werden müssen. Oder ist das Auffüllen des Druckbehälters in Hersdorf teurer als in Schönecken? Auch das mehrmalige Nachfragen durch Feuerwehr und Gemeinderat ergab keinen einleuchtenden Grund, warum den Hersdorfern der Atemschutz verwehrt bleibt. Leidtragende dieser sturen Haltung sind Leute wie Robert Schönecker, der zugleich Wehrführer ist und mit seiner Mannschaft nicht so eingreifen konnte, wie es die Situation erfordert hätte. Vor der Wahl zu stehen, sich mit einer Hand die Jacke über die Atemwege zu ziehen und mit der anderen das Strahlrohr festzuhalten oder zu warten, bis auch noch der Heuboden Feuer fängt, ist trauriges Fazit des Einsatzes. Natürlich kommt in solchen Fällen immer der Hinweis der Eigensicherung, aber fünf oder zehn Minuten zu warten auf das Eintreffen von gut ausgestatteten Wehren fällt schwer bei der Gefahr, dass Flammen auf das angrenzende Wohnhaus schlagen könnten. Diesmal waren es "nur Tiere", die ihren Tod im giftigen Rauchgas fanden. Sollte es sich irgendwann um Menschenleben handeln, möchte ich nicht in der Haut der politisch Verantwortlichen solcher "angeblichen Sparpolitik" stecken. Michael Thelen, Hersdorf