Finanzen: Entschuldungsfonds soll Haushalte in Vulkaneifel konsolidieren

Finanzen: Entschuldungsfonds soll Haushalte in Vulkaneifel konsolidieren

Letzte Rettung Entschuldungsfonds: Der Kreis, die Städte Daun, Gerolstein und Hillesheim sowie viele andere machen mit, um ihre Haushalte zu konsolidieren.

Daun/Gerolstein. Die zunehmenden Horrormeldungen über die Staatsverschuldung in Griechenland und anderen europäischen Staaten lassen die Einsicht wachsen, dass auch in Deutschland dringend etwas gegen die Überschuldung der öffentlichen Haushalte gemacht werden muss. Die Landesregierung legt den Kommunalen Entschuldungsfonds auf. Damit sollen in den nächsten 15 Jahren zwei Drittel der Schulden bei den Liquiditätskrediten, also der permanenten Kontoüberziehung, getilgt werden. Kaum eine Kommune kommt an der Teilnahme vorbei, da sonst die Kommunalaufsicht die künftigen Haushalte der Kommune nicht genehmigen dürfte. Und daher machen im Kreis die meisten mit, allen voran die drei Städte Daun, Gerolstein und Hillesheim sowie der Kreis selbst. Der will so 30 Millionen seiner 45 Millionen Euro Schulden (zum Stichtag 2009) tilgen.
Ein hehres Ziel, das aber schon dadurch verwässert wird, dass die Schulden bis Ende 2012 bereits auf 58 Millionen Euro steigen. Und weiter steigen werden. Dennoch kostet die Teilnahme am Fonds den Kreis große Anstrengungen. Er muss jährlich selbst 820 000 Euro aufbringen. Dafür stößt er die Kreisbibliothek, das Kreismedienzentrum, den Adler- und Wolfspark auf der Kasselburg, das Eisenmuseum in Jünkerath und das Anruf-Sammeltaxi in Kelberg ab - und macht sich damit kaum Freunde. mh

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