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Firma mit Hauptsitz in Daun produziert Masken an weiterem Standort

Corona : Dauner Technik-Unternehmen weitet Produktion von FFP-2-Masken aus

Im September begann bei Technisat die Produktion von medizinischen Gesichtsschutzen. Die Herstellung im sächsischen Werk in Schöneck wird nun ausgeweitet.

(sts) Mit dem Namen Technisat verbindet man gemeinhin das Unternehmen mit Hauptsitz in Daun aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. TV-Geräte, Satellitenempfang, Digitalradios und mehr werden seit vielen Jahren entwickelt und produziert. 2020 ist die Produktpalette erweitert worden: Seit Ende September produziert die Firma  FFP-2-Masken und medizinische Masken an seinem sächsischen Standort in Schöneck.

„Die Corona-Pandemie und ihre Folgen erfordern ein wirtschaftliches und politisches Umdenken. Es wird immer wichtiger, unabhängiger von Importen zu agieren, wenn es um Produkte für die allgemeine Grundversorgung geht. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, im Bereich der Atemschutzmasken einen signifikanten Beitrag zur Unabhängigkeit zu leisten“, teilte das Unternehmen damals mit. Zudem gehe man davon aus, dass der Mund-Nasen-Schutz auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil im Kampf gegen die Verbreitung von Virenkrankheiten sein werde.

FFP-2- und medizinische Masken sind seit Kurzem mehr denn je gefragt, sind sie doch seit dieser Woche beim Einkauf und in öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorisch. Technisat teilt mit, dass nächste Woche die Produktion von FFP-2-Masken auch in Staßfurt (Sachsen-Anhalt bei Magdeburg) gestartet wird, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. In Schöneck werden aktuell  42 Mitarbeiter ausschließlich für die Maskenproduktion beschäftigt, hinzu kommen 40 in Staßfurt – und weitere Anstellungen sind geplant. Mit den Maschinen an den beiden Standorten hat die Firma nach eigenen Angaben eine Kapazität von rund 140 Millionen  FFP-2-Masken im Jahr. Das für die Maskenproduktion benötigte sogenannte Meltblown-Vlies kommt aus der Eifel: Die Herstellung erfolgt im Schwesterunternehmen, der TechniForm GmbH mit Sitz im Industrie- und Gewerbepark der Verbandsgemeinde Daun in Nerdlen.

Das Unternehmen moniert, dass es „wie auch andere Firmen, die in Deutschland in das Thema Maskenproduktion investiert haben“, keine bis wenig Berücksichtigung bei Ausschreibungen zur Bevorratung mit Schutzartikeln der verschiedenen Bundesländer finde. Das Zuschlagskriterium bei den Länderausschreibungen sei allein der günstigste Preis.

„Wir haben uns daher mit einem Appell an alle Landesabgeordneten gewendet: Wir fordern, dass die Politiker sich dafür einsetzen, dass bei Ausschreibungen der günstigste Preis ausschließlich unter den Firmen ermittelt wird, die in Deutschland für die Maskenproduktion investiert, Arbeitsplätze erhalten und geschaffen haben und für die der Bund einige Hundertmillionen Euro an Förderung gezahlt hat“, teilt das Unternehmen mit.