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Forstetat der Stadt Hillesheim für 2021 weist deutliches Defizit auf.

Forst : Der Forstetat der Stadt Hillesheim für 2021 weist deutliches Defizit auf

Der Forstetat der Stadt Hillesheim für 2021 weist ein deutliches Defizit aus. Ein Förderprogramm könnte die Situation entschärfen.

Der Forstetat der Stadt Hillesheim für nächstes Jahr sieht aus wie der Wald selbst: angeschlagen. Ergebnis der sich verschärfenden klimatischen Bedingungen. Windwurf, Stürme, Trockenheit und Käferbefall sind die zentralen Stichwörter, wenn es um den heimischen Wald und dessen Bewirtschaftung geht.

Und so verwundert es auch nicht, dass der Forsthaushalt der Stadt Hillesheim für 2021 von einem satten Minus von 23 000 Euro ausgeht. Johannes Pinn, Leiter des Forstamts Hillesheim, führt aus: „Für 2021 haben wir für den Stadtwald von Hillesheim keine planmäßige Durchforstung geplant, sondern ausschließlich die Aufarbeitung von Windwurf- und Käferholz – und zwar die stattliche Menge von 2490 Festmetern.

Nur falls es zu keinem weiteren Windwurf kommt, können wir vielleicht auch nach Plan weiter durchforsten.“ Dann könne eventuell auch wieder etwas mehr Geld mit Holz verdient werden, denn „die Sägewerke fragen wieder Holz nach.“ Wurden in der jüngsten Vergangenheit durchschnittlich 40 Euro pro Festmeter Holz eingenommen, hofft er ab Sommer „eventuell wieder mit 80 bis 100 Euro“.

Pinn sagt: „Wir hatten 2020 das dritte Krisenjahr in Folge im Forst, und es war das Schlimmste von allen dreien. Auf die Trockenheit folgten im Januar die Stürme, die 25 000 Festmeter Windwurf mit sich brachten, dann gab es in den Sägewerken den ersten Corona-Lockdown mit Kurzarbeit.

Und auch wir konnten nicht aufarbeiten, wie wir wollten, da viele unserer osteuropäischen Mitarbeiter nicht mehr ins Land kamen. Das war ein wirklich schwieriger Jahr.“ So konnten mit 1440 Festmetern rund 1000 Festmeter Holz weniger aufgearbeitet werden als geplant.

Doch es gibt Lichtblicke, denn der Hillesheimer Forst kommt für das Corona-Förderprogramm des Bundes infrage, so Pinn. Insgesamt winken drei Jahre lang 60 000 Euro. Fließt die erste Tranche bereits 2021, so kommt der Forstetat doch noch aus den Miesen und schließt mit einem Plus von 37 000 Euro ab.