Frau und Kind in Gerolstein das Leben gerettet

Frau und Kind in Gerolstein das Leben gerettet

Ein Team des Gerolsteiner Krankenhauses hat in einem Noteinsatz einer hochschwangeren Frau und ihrem Baby das Leben gerettet. Die 40-Jährige war bei einem Unfall in Oberbettingen schwer verletzt worden. Die Information der Polizei, dass die Frau nach Trier geflogen und dort operiert worden war, war falsch.

Oberbettingen/Daun/Trier. Die hochschwangere Frau (40) aus Neuwied, die am Montagabend in der Zufahrt zu einer Basaltgrube bei Oberbettingen von einem Sattelschlepper erfasst und schwer verletzt worden war, ist - anders als die Polizei mitteilte - nicht in Trier, sondern im Krankenhaus in Gerolstein in einer Notoperation entbunden worden. Erst danach wurden Mutter und Kind ins Mutterhaus nach Trier gebracht.
Und zwar per Rettungswagen und nicht, wie die Polizei ebenfalls falsch angab, per Hubschrauber. Das sagte ein Sprecher des Trägers des Gerolsteiner Krankenhauses.
Die Frau liegt nach TV-Informationen weiterhin in Trier auf der Intensivstation. Über den Gesundheitszustand des Neugeborenen gibt es keine Erkenntnisse.
May Perian, Hebamme im St.-Elisabeth-Krankenhaus Gerolstein, sagt: "Tatsächlich hat ein super Team im Gerolsteiner Krankenhaus die Frau in einer Not-Operation entbunden und so dem Baby überhaupt das Leben geschenkt - ebenso wie der Frau. Meine Kollegen und ich haben sehr mitgelitten und standen auch am Dienstag noch unter immenser Anspannung."
Weshalb sich beim 130 Tonnen schweren Gefährt die Bremsen lösten, in dessen Führerhaus die Frau alleine wartete, ist noch immer unklar.
Die Hochschwangere sprang in Panik aus dem Fahrzeug und stürzte in eine Böschung. Dort erfasste sie das Kettenfahrwerk des Baggers, den der LKW transportierte. mh

Mehr von Volksfreund