1. Region
  2. Vulkaneifel

Frauen schenken kranken Menschen Zeit

Frauen schenken kranken Menschen Zeit

Der ehrenamtliche Besuchsdienst im Gerolsteiner Krankenhaus feiert 25-jähriges Bestehen. Deshalb hatte Krankenhausoberin Helga Beck zu einer Feierstunde eingeladen. Dabei wurden drei treue Mitglieder verabschiedet.

Gerolstein. "Anfangs haben wir sehr viel Arbeit in unser Amt mit eingebracht, teilweise Wäsche gewaschen und Besorgungen gemacht", erinnert sich Anne-Claire Assion an die Anfänge des ehrenamtlichen Besuchsdienst im Gerolsteiner Krankenhaus. Vor 25 Jahren, am 17. Februar 1987, wurde er gegründet. Assion war neben Marlies Knötgen von Anfang an dabei. Heute gehören neben Assion Hiltrud Simons, Maria Krons und Elisabeth Feltes zu der Gruppe. Krankenhausoberin Helga Beck hatte zu der Feierstunde eingeladen und begrüßte die "Gründermütter" und ihre Mitstreiterinnen.
"Das ist eine stolze Leistung, Sie haben vielen Menschen Gutes getan, ihnen ihre Zeit, ihr Ohr und ihren Dienst geschenkt und damit zur Förderung des Genesungsprozesses beigetragen", lobte Beck.
Sie dankte allen, aber besonders Marlies Knötgen, Inge Jüster und Johanna Woithe, die sie aus dem Dienst verabschiedete, für ihren Einsatz und die Zeit, die sie den ihnen anvertrauten Menschen geschenkt hatten. Als Dankeschön überreichte die Krankenhausoberin den dreien Orchideen. In den langen Jahren haben die Frauen vom Besuchsdienst vieles erlebt, gesehen und geleistet.
Für Marlies Knötgen besonders war es ein bewegender Abschied, war sie doch von der ersten Stunde mit dabei und wie sie selbst einmal sagte, war die Arbeit im Besuchsdienst ein Teil ihres Lebens geworden.
"Doch es wird Zeit für mich einen Schnitt zu machen, wenn auch mit wehem Herzen", sagte die 80-Jährige und bedankte sich für die Aufmerksamkeit seitens der Krankenhausleitung.
Die Feierstunde nutzten die Frauen zum Erzählen. Heute beschränkt sich die Tätigkeit auf Gespräche mit den Patienten. Da herrscht allerdings großer Bedarf. Es gibt viele Patienten, die alleine sind, oder keinen Kontakt zu Kindern und Familie mehr haben. Menschen, die froh sind, wenn jemand da ist, mit dem sie reden können. "Häufig werden wir gebeten, doch wiederzukommen, und das tun wir auch", erzählen die Frauen vom Besuchsdienst. red